Bosewitz Rene, Kleinschroth Robert: Small Talk for Big Business.

Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 2003.

 

Die beiden Autoren Rene Bosewitz und Robert Kleinschroth, zwei Rhetoriklehrer, die auf jahrelange Erfahrung zurückblicken können, liefern mit ihrem Buch “Small Talk for Big Business” ein Werk ganz anderer Art.

Anhand der Geschichte ihres Helden, des deutschen Fritz von Brausewitz, der sich vom armen Landadeligen aufgrund seines Redetalents die Karriereleiter immer weiter hinaufgearbeitet hat, führen sie den Leser immer tiefer und genauer in die Kunst des Small Talks ein. Mit Hilfe raffinierter Dialoge, zwar in englischer Sprache gehalten, allerdings durch den “Word Aid”-Abschnitt, in dem die weniger geläufigen Worte am Ende eines jeden Kapitels ausführlich erklärt werden, leicht verständlich, wird der Leser Schritt für Schritt mit den Tricks, Raffinessen und Regeln des Small Talks vertraut gemacht. Die fingierten Gespräche regen nicht nur dazu an, selbst darüber nachzudenken, sondern sie fordern geradezu heraus, selbst aktiv auf die Suche zu gehen und die Strategien zu entdecken, die in den einzelnen Texten versteckt, aber implizit enthalten sind. Darüber hinaus erfährt man viel Allgemeines, beispielsweise, dass man unter Small Talk nicht nur die Frage nach dem Befinden des Gegenübers oder einen netten Plausch über das Wetter versteht, sondern dass er viel mehr ist: etwas, das gelernt und erlernt werden kann, etwas, das einem hilft, sowohl im normalen als auch im Berufsleben voranzukommen, etwas, das einen dazu anregt, Interesse am Mitmenschen zu zeigen, um so den eigenen Horizont zu erweitern und etwas, das einen darin unterstützt, nützliche Kontakte zu knüpfen. Die kurzen, amüsanten Geschichten, die in jedem Kapitel enthalten sind, regen nicht nur zum Lachen an, sondern sorgen auch für eine Auflockerung, die förmlich dazu einlädt, weiterzulesen. Mit Hilfe der Tests und Übungen kann man sich selbst prüfen und seinen Lernerfolg beziehungsweise -misserfolg erkennen. Das Nachschlagewerk am Ende des Buches liefert konkrete Vorschläge, die jeder ausprobieren und in seinem nächs-ten Gespräch einsetzen kann. Wer sich einen gut geführten Small Talk anhören möchte, sei auf die Audio-CD verwiesen, die dem Buch beigefügt ist.

Insgesamt ist es den beiden Autoren gelungen, ein Arbeits- und Übungsbuch zum Thema “Small Talk” herauszugeben, das jedem zu empfehlen ist, der sich in der Kunst der Gesprächsführung weiterbilden und der angelehnt an die “Fünf-A-Methode”, die dem Buch zugrunde liegt, Kontakte knüpfen, mitmenschliche Beziehungen aufbauen, Ideen austauschen, Geschäftsmöglichkeiten ausforschen und ein Netzwerk von Beziehungen zum gegenseitigen Vorteil aufbauen möchte.

Michaela Reiterer

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