Debattierturnier des Debattierclub am 9.6.2005

Debattierturnier des Debattierclub am 9.6.2005

Das zweite Turnier des Debattierclubs der Universität Salzburg in Zusammenarbeit mit dem Rektoratsbüro-Rhetorik war ein großer Erfolg. Am 9. Juni 2005, pünktlich um 19:00 Uhr, traten Studierende der Universität Salzburg gegen ihre Professoren/innen an und lieferten sich zum Thema „Sollen Zugangsbeschränkungen für die Universität eingeführt werden?“ eine heiße Debatte.

Nach einer kurzen Einführung in die Kunst des Debattierens präsentierte die Vorsitzende des Debattierclubs und gleichzeitig Präsidentin der Debatte, Claudia Weixlbaumer, die wichtigsten Regeln für das Debattieren. Anschließend wurde das Publikum nach seiner Meinung zum Thema befragt, wobei sich nur acht Personen für Zugangsbeschränkungen an Universitäten erwärmen konnten. Der Rest sprach sich dagegen aus.

Danach waren die Debattanten am Wort. Eine Debatte wird von zwei gegnerischen Teams bestritten: Regierung und Opposition. Die Regierung wurde von den Studierenden Dora Gmeiner-Jahn, Verena Mitgutsch und Stefan Stader gebildet. Als solche vertraten sie vehement Zugangsbeschränkungen für die Universität. Die Opposition wurde von drei Professoren/innen gebildet: von Manfred Knoche (Kommunikationswissenschaft), Maria Dorninger (Germanistik) und Lothar Kolmer (Geschichts- und Politikwissenschaft). Sie ließen kaum ein Argument für Zugangsbeschränkungen gelten und meldeten sich zum Gaudium des Publikums häufig mit Zwischenfragen und spitzen Bemerkungen.

In der Jury, deren Aufgabe die Bewertung und Ermittlung des Siegers ist, waren die Präsidentin der Debatte, Claudia Weixlbaumer, und Günther Kreuzbauer vertreten. Als Sieger wurde dabei das Team der Professoren/innen ermittelt. Zusätzlich wählte das Publikum per Stimmzettel den besten Redner des Abends: Verena Mitgutsch und Prof. Manfred Knoche teilten sich diese Ehre. Bei einer neuerlichen Abstimmung im Publikum ergab sich keine Veränderung des Stimmungsbilds. Dieser Gegencheck zeigte, dass es der Regierung nicht gelungen war, das Publikum in ihrem Sinne zu beeinflussen.

Der Debattierclub und das Rektoratsbüro-Rhetorik freuten sich über mehr als 50 Zuschauer, die sich bei bester Stimmung auch an den rhetorischen Hintergründen interessiert zeigten.

Im Anschluss an die Siegerehrung hatten die Besucher die Möglichkeit, bei Getränken und Knabbereien in lockerer Atmosphäre weiter über das Thema zu streiten oder sich über den Debattierclub zu informieren.

(Nadine Eder)