Sprechen Sie limbisch?

Vortrag – Rhetorikgespräche 2011

Ruth Gutmann-Jungwirth

Sprechen Sie limbisch?

In meinem Beruf als Kommunikationstrainerin ist es natürlich von besonderer Wichtigkeit möglichst immer am neuesten Stand der Dinge/ State of the Art zu sein – zu Recht erwarten dies auch  meine Seminarteilnehmer.

Kommunikationstrainings sind ein interdisziplinäres Thema und  ich bin dabei u. a. angewiesen auf die Ergebnisse und Erkenntnisse der Wissenschaft, die ich möglichst nutzbringend weitergebe.

Gleichzeitig ist diese Art von Weiterbildung extrem motivierend für mich und meine Arbeit.

Ist doch der Kommunikationstrainer in vielen Kompetenzen gefordert: persönlich, kommunikativ, intuitiv, die fachlich und methodisch. Allen diesen Kompetenzen liefert die neurobiologische Forschung  Hinweise.

Warum Gehirnforschung?

 

Interpersonelle Kommunikation findet zwischen Menschen statt. Von Mensch zu Mensch. Von Gehirn zu Gehirn. Daher habe ich für meinen heurigen Beitrag die Bedeutung der Hirnforschung zum Thema gemacht. Wunderbar passend dazu ist der Titel „Stil und Stilistik“ der heurigen Rhetorikgespräche, wie sich gleich herausstellen soll.

 

Womit beschäftigt sich die Gehirnforschung?

Stellen wir uns das Hirn eines Neugeborenen vor:

Die Nervenzellen sind wie ein gleichmäßiges, dichtes Netz miteinander verbunden, das Impulse in alle möglichen Richtungen weiterleitet.

Bis zum zweiten Lebensjahr nimmt die Zahl dieser Verbindungen zu. Vor allem durch wiederholtes Wahrnehmen und Lernen, d. h. durch die Häufung von neuronalen Impulsen in bestimmten Bahnen, bilden und verstärken sich Synapsen. Weniger genutzte Verbindungen dagegen verkümmern.

Die Gehirnforschung beschäftigt sich damit, wie das Gehirn arbeitet, wie nimmt es neue Informationen auf und wie speichert es diese, wann laufen Lernprozesse erfolgreich ab und wann nicht.

 

Was findet in einem Kommunikationsseminar neurobiologisch statt?

In Kommunikationstraining wird nicht nur Wissen vermittelt. Das Ziel ist es, neue Verhaltensweisen zu lernen und auszuprobieren. Das heißt, Seminarteilnehmer kommen von ihrer Komfortzone in die Lernzone – um möglichst nie in die Panikzone zu gelangen. Neurobiologisch betrachtet, entwickeln sich dabei sehr feine, vielfach verzweigte Nervenwege im Gehirn.

Häuft sich diese neue Verhalten, entwickeln sich diese feinen Nervenwege zu Straßen und Autobahnen – diese Phase wird erst nach dem Seminar stattfinden, zumindest sei dies zu hoffen.

Nun konnte in einem Experiment nachgewiesen werden, dass sich neuronale Netzwerke nur unter bestimmten Umständen bilden:

Zum Beispiel:

Eine Information ist neu und bedeutsam und bekommt damit eine Repräsentation im Gehirn.

Es können sich viel Menschen daran erinnern, wo und wie – in welcher Gesellschaft, in welcher Stimmung – sie waren, als sie vom schockierendem Ereignis des 11. 9. 2001 erfuhren. Wo sie am 11. 9. 2002 waren, weiß kaum jemand.

Story-telling, das Erzählen von Anekdoten und Metaphern, möchte ich in diesem Zusammenhang erwähnen.

Für Kommunikations- und Rhetoriktrainer sind die Errungenschaften der Gehirnforschungen also von großem Nutzen, um das Seminar und den Vortrag möglichst gehirngerecht vorzubereiten.

Welche Erkenntnisse sind nun von besonderer Wichtigkeit?

Aus meiner Literaturrecherche reduziere ich auf folgende Themen:

1. Körperliche Bewegung fördert die Gehirnentwicklung

Bewegung aktiviert die neuronale Vernetzung und dadurch wird die optimale Nutzung des Gehirn ermöglicht,  stabilisiert das vegetative Nervensystem (das ist vor Prüfungen besonders wichtig), fördert die Produktion von Endorphinen, unterstützt also Lernen. – Übrigens musste das bereits Cicero gewusst haben, der regelmäßig seine Leibesübungen durchführte.

Für die Seminarpraxis im speziellen: Kleine sportliche Einheiten bringen den Kreislauf in Schwung und unterstützen die Aktivität des Gehirns.

2. Aktives Lernen

„Sage es mir, und ich vergesse es. Zeige es mir, und ich erinnere mich. Lass es mich tun, und ich behalte es“, sagte bereits Konfuzius und wird nun von den Hirnforschern bestätigt.

Interessant, dass umgekehrt Passivität nicht nur den Lernfortschritt bremst, sondern auch die Intelligenz, wie uns die Intelligenzforschung bestätigt: Nach den Ferien sinkt der IQ um ca. drei IQ-Punkte.

Aktive Maßnahmen sind in Seminaren sehr beliebt. Zum Erarbeiten von Themen werden die Teilnehmer in Kleingruppen geschickt und die Ergebnisse werden ausgetauscht. Ich selbst betrachte die Methode insofern kritisch, da sie natürlich sehr zeitaufwendig ist und gehe damit selektiv um. Ich bevorzuge Übungen, die meine Teilnehmer in ihrem Berufsalltag gut umsetzen können.

Letztlich besuchen Menschen ein Kommunikationsseminar, damit sie dort Techniken in die Praxis umsetzen können.

3. Wiederholung des Informationstransfers

Das Großhirn lernt nur sehr langsam, dieselben Informationen müssen immer wieder, möglichst in unterschiedlichen Kontexten angeboten werden.

Übertragen auf die Praxis bedeutet dies, eine einmalige Darstellung von Inhalten wird nur ausnahmsweise, wenn etwas besonders bedeutsam und neu ist,  langfristig behalten.

Wiederholungen in einem Seminar finden statt, durch Zusehen bei anderen, durch das Erarbeiten von Beispielen, durch Vormachen durch den Trainer, durch schriftliche Unterlagen, usw.

Besonders zu empfehlen sind natürlich Follow Ups und Erinnerungsschreiben.

 

Die Rhetorik kennt das Stilmittel der Wiederholung, zum Beispiel: die Wiederholung der Kernaussage am Ende des Beitrages. Sehr eindringlich zeigt uns dies auch Barack Obama in seinen Reden.

4. Aus Beispielen  Regeln ableiten

Als Kleinkind lernen wir die Grammatik unserer Muttersprache.

Wir lernen, dass das Partizip Perfekt von Verben, die auf “ -ieren“ enden, ohne „ge-“ gebildet werden.

Wir erzählen, dass wir gestern durch den Wald gegangen sind, aber nicht ge-spaziert, und dass wir etwas verloren haben und nicht ge-verloren.

Für die Seminarpraxis bedeutet dies, wenn ich den Seminarteilnehmern genügend Beispiele bringe oder diese von ihnen erarbeiten lasse, könnten sie Regeln ableiten. Wahrscheinlich ist es für alle Beteiligten einfacher, die Regel auch zu präsentieren und von den Teilnehmern ein „Aha“ zu ernten.

5. Von Bekannten zum Unbekannten

Die Alltagsweisheit: „Aller Anfang ist schwer!“ wird neurobiologisch bestätigt.

Völlig Neues fallen durch die Gedächtnisnetze durch, weil sie nirgendwo Brücken zu bereits vorhandenem Wissen bilden können. Je mehr man schon weiß, desto besser kann man neue Inhalte mit bereits vorhandenem Wissen verknüpfen.

Teilweise ist es für uns Menschen sogar spürbar, dass unsere Bereitschaft uns auf etwas Neues einzulassen und Neues auszuprobieren größer ist, je mehr Vorwissen wir haben, je sicherer wir sind und je größer das Vertrauen ist.

Übrigens haben dadurch ältere Menschen in diesem Punkt beim Lernen einen Vorteil.

Eine häufig verwendete Methode in Seminaren ist es, mit einem Brainstorming zu beginnen: Was fällt Ihnen zum Thema x ein/Welche Erfahrungen haben Sie bereits mit y gemacht.

In der Rhetorik wird oft eine JA-Straße verwendet, Vergleiche, Metaphern, um die Zuhörer mental zu ihrem Wissensstand zu bringen.

6. Spiegelneuronen

Das beobachtete Verhalten anderer Menschen wird im Gehirn des Beobachters simuliert, das heißt auf eine stumme Art “nachspielt”. Handlungen, Empfindungen, Gefühle und Stimmungen, alles, was uns andere vormachen oder vorzeigen, wird im Gehirn des Beobachters abgespeichert und wie ein Spiegel nachgeahmt. Die für diesen Prozess zuständigen Nervenzellen sind die sogenannten Spiegelneuronen.

Diese Spiegelneuronen bilden im Gehirn des Zuschauenden nicht nur Handlungen nach, auch Empfindungen und Gefühle. Menschen, mit denen wir viel oder intensiv zu tun haben, hinterlassen in uns eine Art Bild, das uns verändern, ja sogar zu einem Teil von uns selbst werden kann.

Das heißt: Wenn wir unsere Gesprächspartner motivieren und beeinflussen wollen, sollten wir uns unsere Vor-Bild-Funktion bewusst machen und optimieren unser „Vormachen“.

„Wer wohlwollend spricht kann hoffen, auch Wohlwollen von seinen Zuhörern zu bekommen,“ sagte Herr Baldur Kirchner gestern in seiner Festrede und gibt mir für meinen heutigen Beitrag das beste Beispiel für die ideale Nutzung der Spiegelneuronen.

7. Der Sitz der Emotionen – das limbische System

Das limbische System ist das emotionale Bewertungssystem unseres Gehirns.

Bevor wir einen klugen, sachlichen Gedanken machen, hat das limbische System die gegebene Situation bereits erkannt und bewertet und meistens bereits entschieden. Die Einfluss- und Steuerungsmöglichkeiten unseres Großhirns sind begrenzt.

„Wenn die Beziehungsebene belastet ist, kann sich die Inhaltsebene nur schwer durchsetzten.“

Ein Zitat von Watzlawick gestern gebracht von Herrn Kirchner

Wenn Gefühle in uns mächtig werden, die Angst, Lust oder Unlust unsere Gedanken bestimmen,  der Stresspegel steigt, hat das limbische System die Macht ergriffen und unsere Vernunft ist nicht mehr Herr unseres Handelns.

Ich sage gerne zu meinen Seminarteilnehmern:

Habe ich die Gefühle oder haben die Gefühle mich?

Gefühle im Griff zu haben, souverän zu sein, ist ein großes Ziel und oft ein lebenslanger Lernprozess.

Das limbische System versteht nicht wortwörtlich. Es versteht nicht das, WAS gesagt wird. Sondern es reagiert auf die Sinnesreize, die es empfängt – von außen oder von innen. Worte haben – limbisch betrachtet – keine inhaltliche Bedeutung. Wohl aber ihr Klang und die Mimik und Gestik des Senders. Das WIE der Kommunikation hat eine weitaus höhere Aussagekraft als das WAS.

Stress, den wir als Sender transportieren, führt zur Irritation unseres Gegenübers. Äußerer Stress, den wir von unserem Gegenüber empfangen und der “hausgemachte” innere Stress, den wir uns selbst bereiten, versetzen unser limbisches System in Alarm.

Die moderne Hirnforschung konnte zeigen, welche Bedeutung Gefühle für kognitive Prozesse haben. Sie wirken wie eine Schleuse, durch die neues Wissen ins Gehirn gelangen kann. Die Schleuse ist geschlossen, wenn negative Gefühle dominieren, dann wird weniger gut gelernt, sie ist offen bei positiven Gefühlen, dann wird optimal gelernt.

In einem Kommunikations- oder Rhetoriktraining laufen Lernprozesse ab. Seminarteilnehmer erfahren Neues, knüpfen an  ihr bisheriges Wissen an und vor allem wird neues Verhalten ausprobiert und umgesetzt. Das Ziel eines Kommunikationstrainings ist es ja letztlich eine Veränderung im zukünftigen Verhalten

Jedes Handeln hinterlässt seine Spuren im Gehirn. „Unser Gehirn wird so, wie wir es benutzen,“ sagt beispielsweise Gerald Hüther. Das heißt, neues Handeln, neues Verhalten muss sich erst im Hirn seine Bahn machen, wiederholtes Handeln hinterlässt eine entsprechend tiefe und breite Bahn. Das macht sichtbar, was uns unsere Erfahrung zeigt: Etwas neues auszuprobieren, etwas völlig Neues zu lernen bereitet uns manchmal große Überwindung.

In einer Debatte wird auf ein Argument wird ein Gegenargument kommen.

Es ist also zu empfehlen, dies zu umgehen:

Das Gehirn der Zuhörer ist erst für neue Argumente offen, nach dem es geprüft hat, ob es sich sicher sein kann. Wir brauchen also ein gutes Gefühl wie Sicherheit, Geborgenheit, Sympathie, um uns auf etwas Neues einzulassen.

Das limbische Hirn, unser Kontrollhirn, wird aktiviert bei einladenden Phrasen wie:

Stellen Sie sich vor …

Angenommen, dass …

Als Sie mich vor zwei Wochen anriefen, um den Termin mit mir zu vereinbaren, ….

„Aufwärmer = hypnotischer/emotionalisierender Trichter/Weichmacher“ verstärken die Bereitschaft zu antworten, unterstützt die Überzeugungskraft des Sprechers.

Weitere Beispiele:

Als Fachmann, was ist für Sie besonders wichtig?

Wenn Sie anschließend diesen Raum verlassen und …

Angenommen, Sie haben sich bereits für dieses Produkt entschieden. ..

Sie als Fachmann, kennen die Vor- und Nachteile aller branchenähnlich …

Ein gelungenes Beispiel, das auf die Hirnforschung zurückzuführen ist, kommt aus dem Marketing – aus dem Neuromarketing.

Vielleicht ist es manchen von Ihnen sogar aufgefallen, dass das H&M Geschäft hier in Salzburg in der Getreidegasse nicht nur ein paar Häuser weiter übersiedelt ist, sondern die Darbietung der Produkte völlig verändert wurde. Point of Sale (POS) Less is more sollte die Erfolgsformel im Einzelhandel heißen.

Nicht mehr überladene Verkaufstische und Ständer auf denen Kleidungsstücke eng aneinandergedrückt – und damit auch verdrückt – angeboten wurden, sondern einzeln bis zu einer geringen Anzahl präsentiert.

Außerdem hängen an den Wänden emotionalisierende Bilder.

Eine Veränderung der Produktpräsentation und damit verbunden eine Veränderung der Logistik, die sich ausgezahlt haben soll, wie  ich gehört habe.

Die Frage, ob nun die Hirnforschung neue Erkenntnisse bringen, dann können wir nur die Achseln zucken und verneinen. Doch die Hirnforschung kann „alte“ Erkenntnisse wissenschaftlich belegen, sichtbar machen mittels Magnetoenzephalographie. Und die Hirnforschung kann in jedem Falle zeigen, welche Bedeutung Gefühle für kognitive Prozesse haben.

Ich zitiere dazu einen der bekanntesten Hirnforscher des deutschsprachigen Raumes: Gerhard Roth aus Bremen:

Nichts von dem, was die moderne Hirnforschung zeigt ist einem guten Pädagogen inhaltlich neu. Der Erkenntnisfortschritt besteht viel mehr darin, dass man inzwischen besser zeigen kann, warum das funktioniert, was ein guter Pädagoge tut.

Doch merke ich sehr viel Bewunderung, wenn ich immer wieder die Hirnforschung zitiere. „Diese Erkenntnis ist in der Hirnforschung bestätigt worden“, sage ich oft meinen Seminarteilnehmern. Und diese nicken dann voll der respektvollen Anerkennung.

Zusammenfassung:

Nach neuesten neurobiologischen Studien sind die entscheidenden Voraussetzungen für die biologische Funktionstüchtigkeit unserer Motivationssysteme:

  • das Interesse an der Sache,
  • die soziale Anerkennung und die persönliche Wertschätzung, die wir von anderen erhalten

Wenn sie nun meine im Titel gestellte Frage: „Sprechen Sie limbisch?“ mit Ja beantworten, dann beherrschen Sie die Sprache, die motivierend wirkt, die Ihnen hilft, zu begeistern und Menschen für sich zu gewinnen und die Ihren Argumenten Glaubwürdigkeit verleiht. Limbisch, das ist die Sprache mit der Sie Wohlwollen und Verständnis signalisieren, Vorbehalte entschärfen und Stress reduzieren und mit der Sie Ihren Forderungen und Wünschen gebührenden Nachdruck verleihen.

„Limbisch“, das ist die Sprache des sog. “limbischen Systems”, und könnte auch als Ort der emotionalen Intelligenz bezeichnet werden kann.

Nun, am Ende wissen Sie, dass ich genauso gut fragen hätte können: Sprechen Sie gefühlsbetont/ gefühlsorientiert?/Bringen Sie Ihre rhetorischen Beiträge in positiver Stimmung?


 

 

Literaturliste:

Bauer, Joachim (2006): Warum ich fühle, was du fühlst. Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone. Hamburg: Hoffmann & Campe.

Caspary, Ralf (2010): Lernen und Gehirn. Der Weg zu einer neuen Pädagogik. Freiburg im Breisgau: Verlag Herder.

Horngacher, Johannes (2011): Neurobiologisches Wissen für Kommunikationstrainings. Erkenntnisse der Gehirnforschung für die Erwachsenenbildung. Masterthesis im „Universitätslehrgang für Interpersonelle Kommunikation“ zur Erlangung des akademischen Grades „Master of Science in Interpersonal Communication“ an der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg.

Hüther, Gerald (2009): Männer – Das schwache Geschlecht und sein Gehirn Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

Kirchner, Baldur (2011): Captatio benevolentiae  Berühren mit dem Wort. Eröffnungsvortag der Salzburger Tübinger Rhetorikgespräche, Salzburg.

Roth, Gerhard (2009): Aus Sicht des Gehirns. Frankfurt am Main: Suhrkamp.

Traindl, Arndt (2006): Neuromarketing. Mit Neuronen zu Millionen.  Eine theoretische Einführung in die neue Disziplin Neuromarketing und praxisrelevante Wahrnehmungsstudien von ShopConsult by Umdasch, Amstetten.