Archiv für den Tag: 24. Juni 2013

Essay – Studieren in Salzburg

Mittlerweile sind sie schon einige Semester her (wie viele genau, werde ich euch aber nicht verraten): meine ersten Schritte in Richtung Universität Salzburg. Meine Erinnerung hieran ist so fest eingebrannt, als wäre es erst gestern gewesen.

Schon während der Oberstufe war für mich klar, dass ich einmal studieren würde. Doch nach der Matura wollte ich erst mal gar nichts mehr lernen. Ich genoss die Maturareise in vollen Zügen, denn schließlich wartete gleich anschließend das Bundesheer darauf, daß ich dem Vaterland dienen würde. Als ich meinen Präsenzdienst im Jänner endlich absolviert hatte, machte ich mich über die Inskriptionsmodalitäten der Uni schlau. “So kompliziert wird‘s ja wohl nicht sein, bis Ende Februar hab ich Zeit zum Inskribieren, und dann werd ich mich für ein paar Kurse anmelden, nicht allzu viele, weil ich ja auch nebenbei arbeite”, dachte ich mir.

 

Die Zeit vergeht, Jänner, Februar… „Ach, das geht sich schon aus.“ Ende Februar fand ich schließlich den Weg zum zuständigen Büro. Aber was war denn da los? Eine lange Schlange von Studienanfängern bis auf die Straße heraus. Meine Trödelei begann sich anscheinend zu rächen. Endlich, nach elendslanger Wartezeit für die Studienrichtung ‚Recht und Wirtschaft‘ inskribiert, startete ich zu Hause hoch motiviert und erwartungsvoll meinen Computer, um mich für meine Kurse anzumelden. Leichter gedacht als getan, erster Kurs voll, zweiter Kurs weit überfüllt… Ihr werdet wohl ahnen, wie es weiter ging. „Das kann doch nicht sein, hätte ich mich doch schon eher um diese Dinge gekümmert! Hilft ja alles nichts, ich probiere einfach die Übung mit den kürzesten Warteliste aus, und den Rest füll ich mit Wahlfächern auf, mehr Zeit hab ich ja eigentlich ohnehin nicht.“

Rasch stand mein erster Uni Tag vor der Tür. Mittlerweile war ich in der Warteliste bereits auf einen hoffnungsvollen Platz 4 vorgerückt; die Chance, gerade noch in die Übung aufgenommen zu werden, war erheblich gestiegen. Es war zwar erst März, aber das Wetter war an diesem ersten Studientag schon fast sommerlich. Die Sonne strahlte so vom blauen Himmel, daß man keine Jacke mehr brauchte. Ich schwang mich auf mein Rad Richtung Uni, reichlich nervös, kette mein Fahrrad neben den anderen an und begebe mich auf die Suche nach dem Hörsaal 230. Mit meinem schweren Gepäck bestehend aus einem Block und einem Kugelschreiber stieg ich die steinerne Treppe, offenbar ehrwürdigem Marmor, in das Untergeschoss hinab. Zwei Eingangstüren, das ließ auf einen größeren Vorlesungssaal schließen. Ich wählte also die linke Tür und blickte geradeaus in den Raum: „Ohje, da sind aber schon einige. Wie viele Studenten werden da wohl hinein passen?“ Ich betrachtete die Bänke aus Holz, die stufenförmig nach unten führten. Vorne zwei große grüne Tafeln, in der Mitte projizierte der Beamer schon den Titel der Lehrveranstaltung auf die Leinwand: “Übung Allgemeines Vertragsrecht I”. Was wir da wohl lernen würden? Eigentlich suchte ich einen unauffälligen hinteren Platz, aber da waren schon alle Reihen gefüllt, also setzte ich mich in die Mitte, wo ich gerade noch einen Platz entdeckte. Endlich trat der Professor ein, ein etwas älterer Herr mit Anzug. Als er sogleich die Anwesenheitsliste durchging, hatte ich Glück, da doch einige nicht erschienen waren. So rutschte ich in der Warteliste auf und ergatterte den ersehnten Fixplatz.

 

Dieses Mal hatte ich also noch Glück gehabt, aber wahrscheinlich war gerade diese Erfahrung des hoffenden Wartens gleich zu Studienbeginn eine prägende Lehre für mich, denn von diesem Zeitpunkt an sitze ich immer pünktlich zur ersten Minute der Anmeldefrist aufmerksam vor dem Computer.

Andreas Reisinger

Uni-Sport ist easy… aber nur durch USI

Studieren, das heißt viel lesen, schreiben und lernen. Bei meinem Studienfach Kommunikationswissenschaft stellt das Lesen und Schreiben das Herzstück des Studiums dar, denn ich befinde mich nun am Ende des Masterstudiums und habe somit die Grundkenntnisse und Theorien der Kommunikationswissenschaft schon gelernt und mehrfach wiederholt. Da ich gerade an meiner Masterarbeit schreibe, verbringe ich fast jeden Tag in der Bibliothek, um unzählige wissenschaftliche Werke zu lesen und die wesentlichsten Informationen in meiner Arbeit zu vermerken. Bei dieser mentalen „Belastung“ benötigt man wiederum einen Ausgleich. Ich suche diesen durch sportliche Betätigung – genauer gesagt durch die Teilnahme an USI-Kursen.

Ob man für die persönliche Kondition und Fitness etwas tun möchte, präventiv und gesundheitsfördernd sportlich aktiv sein will, eher der spielorientierte Typ und Teamplayer ist oder am liebsten einfach nur in der freien Natur körperlich aktiv ist – mit dem Universitätssport ist für jeden etwas dabei und das zu wirklich günstigen Preisen. Zwischen 12 und 140 Euro sind jegliche Kurse und Leistungsstufen für die Studierenden buchbar, die meisten Sportkurse kosten in der Regel nur 18 Euro und das ein ganzes Semester lang.

Von Body Shape, Power Workout, Pilates, Taekwondo, Tennis hin zu Volleyball – so weit reicht meine Erfahrung im USI-Bereich. Wobei ich zum BORG im Nonntal, zum Annahof, zur Getreidegasse und zum Universitätssportgelände in Rif schon fast quer durch Salzburg geradelt bin, um diese Kurse zu besuchen und nochmals aktiv zu sein.

Bei diesen unterschiedlichen Standorten in Salzburg ist somit ein weitreichendes, flächendeckendes Sportnetzwerk geschaffen worden. Dennoch können die anderen Sportstätten mit dem Universitätssportgelände in Rif nicht mithalten. Die grüne, dörfliche Umgebung, die zahlreichen roten und blauen Tennisplätze, die sandigen Beachvolleyballplätze und das traumhafte Bergpanorama haben es mir sofort angetan! Bei dieser natürlichen Umgebung und ruhigen Kulisse konnte ich während des Sports am besten abschalten und den Schreibstress für ein paar Momente vergessen.

Gerade der derzeitige Volleyballkurs in Rif ist eindeutig mein Favorit, denn es passt einfach alles – die sympathischen Mitspielerinnen, das hohe Niveau im Team und der regelrechte Spaßfaktor während des Spiels!

Die erhitzten Füße versinken im kühlen, feinen Sand. Die letzten warmen Sonnenstrahlen des Tages tauchen die Umgebung in Gold ein und nehmen mir gleichzeitig die Sicht. Die Luft ist noch lau, kein Wind bläst. Die Berge schimmern in einem wunderschönen weiß-blauen Farbton und ragen hoch in den klarblauen Himmel empor. Ich nehme den ledernen Ball, werfe ihn ein paar Meter in die Höhe, blicke einen Augenblick in die grelle Sonne und muss blinzeln, um den Ball sehen zu können. Ich strecke meinen rechten Arm nach hinten und schlage den Ball mit der festumschlossenen Faust und einer solchen Wucht nach vorn, dass dieser in Windeseile an meinen Mitspielerinnen vorbeisaust. Der Ball fliegt über das festgespannte Netz ins gegnerische Feld und wird von einer Kontrahentin spielerisch leicht angenommen. Das Spiel hat begonnen. Jetzt heißt es volle Konzentration! Mit jedem Schlag auf den Ball fühle ich, wie mein Körper sich mehr und mehr entspannt und der Stress Stück für Stück abfällt. Am Ende der Kurseinheit fühle ich mich zwar ziemlich ausgepowert, doch zufrieden. Ich habe nun zu meiner inneren Mitte gefunden. Gerade solche Momente machen das sportliche Erlebnis noch schöner und beflügeln mich, diesen Sport immer wieder auszuüben.

Meine USI-Karriere ist mit diesem Semester leider zu Ende, da ich mein Studium demnächst abschließen werde. Eines ist jedoch gewiss – meine Neugier auf neue Sportarten wurde geweckt!Den Halbmarathonlaufen, Kajakfahren, Squash und vieles mehr – das Abenteuer Sport kann weiter gehen!

Stefanie Spitzendobler