The Take Home Message

Claudia Bischoff

The Take Home Message

Der wissenschaftliche Vortrag spielt eine zentrale Rolle in unserer Gesellschaft. Schon in der Schule lernen Schülerinnen und Schüler wie sie Themen vortragen sollen und bereiten sich darauf vor, später im Berufsleben oder Privat vor Leuten zu sprechen. An der Universität hat der wissenschaftliche Vortrag eine sehr große und bedeutende Rolle. Nicht nur weil täglich wissenschaftliche Vorträge gehalten werden, sondern weil dies ein wichtiges Medium der Forscher ist, ihre Erkenntnisse den Leuten zugänglich zu machen. Denn nur durch das Interesse und den Nutzen der Mitmenschen ist auch sichergestellt, dass künftige Mittel für weitere Forschung vorhanden sind. Was macht aber einen guten wissenschaftlichen Vortrag aus? Auf welche Aspekte sollte der Referierende besonders achten? Wie soll der Vortrag aufgebaut sein, um das Verständnis durch einen roten Faden zu erhöhen? Wie soll ein wissenschaftlicher Vortrag gestaltet sein um nachhaltig im Gedächtnis der Zuhörer zu bleiben? Um diesen Fragen auf den Grund gehen zu können, müssen wir den wissenschaftlichen Vortrag genauer unter die Lupe nehmen. Dazu bedarf es einiger Werkzeuge aus der Rhetorik um diesen aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten.

1. Der wissenschaftliche Vortrag als Redeanlass

Welches Ziel soll mit dem wissenschaftlichen Vortrag erfüllt werden? Einer der wichtigsten Fragen ist, ob sich der Vortragende über das Ziel seines Vortrages im Klaren ist. Möchte der Referierende über ein Thema informieren, oder wird das Ziel verfolgt die Zuhörer von einer bestimmten Ansicht zu überzeugen? Je nach dem wo der Fokus liegt, ob in der Gegenwart, der Zukunft oder der Vergangenheit, sollte der Vortrag anders gestaltet sein.

In der Rhetorik werden drei Redeanlässe unterschieden. Es gibt die Festrede, die Beratungsrede und die Gerichtsrede. Der wissenschaftliche Vortrag lässt sich nicht klar einem dieser Redeanlässe zuordnen, vielmehr kommt es auf den Fokus des wissenschaftlichen Vortrags an. Die Festrede legt ihren Fokus auf die Gegenwart. Dabei soll die Ehrenhaftigkeit oder die Schande einer Person gezeigt werden. Bei einem wissenschaftlichen Vortrag treffen wir dann auf eine Festrede, wenn beispielsweise eine Lobrede über eine renommierte Wissenschaftlerin oder einen renommierten Wissenschaftler und deren Arbeit gehalten wird.

Die Beratungsrede bezieht sich auf die Zukunft und soll zum Ziel haben den Nutzen und den Schaden abzuwägen. In der Wissenschaft gibt es viele Beispiele die unter diese Kategorie fallen. In der Psychologie werden Experimente durchgeführt, wobei die gewonnenen Daten mit statistischen Mitteln ausgewertet werden. Stellen wir uns vor, eine Statistikerin oder ein Statistiker hat eine neue Methode entwickelt wie wir etwas berechnen können und möchte und diese vorstellen. So wird der Referierende in seinem Vortrag sicher den Nutzen den die neue Methode mit sich bringt, aber auch deren Nachteile vortragen. Der Fokus liegt klar in der Zukunft. Dabei soll die Frage beantwortet werden, ob von nun an mit der neu entwickelten Methode gerechnet werden soll oder nicht und wie ich als Zuhörer durch die neue Methode einen Nutzen für meine Arbeit daraus ziehen kann.

Bei der Gerichtsrede hingegen liegt der Fokus in der Vergangenheit. Recht soll von Unrecht unterschieden werden. Wie schon erwähnt werden in der Psychologie viele Studien durchgeführt. Um die vielen Resultate der einzelnen Studien zu konsolidieren, gibt es Metaanalysen. Diese fassen alle Studien zu einem bestimmten Thema zusammen um eine Übersicht zu ermöglichen. Ein wissenschaftlicher Vortrag über eine erstellte Metaanalyse würde in die Kategorie der Gerichtsrede fallen. Der Fokus liegt in der Vergangenheit, da die Metaanalyse alle Studien zusammenfasst, die es zu einem Thema bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gibt. Dabei werden konkrete Kriterien festgelegt, welche Studien für die Analyse verwendet werden. Sind die Kriterien nicht erfüllt, werden die Studien in der Metaanalyse nicht berücksichtigt, was ein abwägen und kontrollieren dieser Studien zur Folge hat.

Daraus lässt sich schließen, dass sich der wissenschaftliche Vortrag nicht eindeutig einem Redeanlass zuordnen lässt. Es kommt viel mehr darauf an, welches Ziel mit dem Vortrag verfolgt wird. Dabei ist es wichtig für einen guten wissenschaftlichen Vortrag sich dessen im Klaren zu sein, ob der Fokus auf der Gegenwart, der Zukunft oder der Vergangenheit liegt.

2. Der wissenschaftliche Vortrag betrachtet nach den officia oratoris

Die officia oratoris beschäftigt sich mit den Pflichten der Rednerin oder des Redners und eignet sich sehr gut einen wissenschaftlichen Vortrag genauer unter die Lupe zu nehmen. Unterschieden wird zwischen docere, delectare und movere. Die Rede soll Wissen vermitteln, angenehm und eingängig sein und natürlich auch das Publikum bewegen. Diese Dreiecksbeziehung sollte ausgewogen sein, wobei beim wissenschaftlichen Vortrag klar docere im Vordergrund steht. Des Weiteren werden bei der officia oratoris fünf Produktionsstadien unterschieden: Inventio, Dispositio, Elocutio, Memoria und Actio.

Die Inventio beschäftigt sich mit der Findung der Idee. Ein guter wissenschaftlicher Vortrag muss selbstverständlich gute Argumente vortragen sowie Einschränkungen diskutieren. Wenn sich ein Redender gut vorbereitet hat, zeigt sich das während des ganzen Vortrags, aber vor allem beim Stellen von kritischen Fragen aus dem Publikum. Ein Vorteil bringt hier die Erfahrung. Ich habe viele Vorträge von erfahrenen Referentinnen und Referenten gehört, welche sich stark mit dem jeweiligen Thema beschäftigt haben. Dies bringt viele Vorteile und gibt dem Vortragenden zugleich die Sicherheit auch selbstbewusst auftreten zu können. Die Grundidee zum Vortragsthema muss gut überlegt sein. Wichtig ist, dass der Vortragende das Thema auch verstanden hat. Dabei muss das Verständnis über den Vortragsinhalt hinausgehen. Je besser das Thema verstanden ist, umso einfacher kann sich ein Vortragender auf die wesentlichen Aspekte beschränken und die schwierigen Sachverhalte einfach und verständlich machen. Auch spätere Sachfragen können beantwortet werden und eine spannende Diskussion kann entstehen. Es muss eine gewisse Expertise vom Thema vorhanden sein. Je grösser die Expertise ist, umso spannender wird ein wissenschaftlicher Vortrag. Aber aufgepasst, schon Voltaire hat gesagt, dass das Geheimnis zu langweilen darin besteht, alles zu sagen. Auch wenn der Vortragende alles gelesen hat und sich voll umfänglich in das Thema eingearbeitet hat, so sollte doch im Vortrag nur das Nötigste gesagt werden, damit die Zuhörer dem Thema folgen können. Bei der Findung des Themas muss zwingend auf das Publikum eingegangen werden. Das Vorwissen des Publikums ist dabei ausschlaggebend. Wird der Vortrag vor einem homogenen Fachgremium gehalten, kann der Vortragende gewisse Theorien und Fremdwörter voraussetzen und muss diese nicht erklären. Es wird sogar erwartet, dass Fremdwörter benutzt werden, da diese meist genauer definiert sind, als die in der Alltagssprache üblichen Begriffe. Der Wissensstand zum Vortragsthema der Zuhörer sollte der Redende so gut wie möglich antizipieren können. Dabei spielt es eine wichtige Rolle, ob es sich um ein homogenes oder heterogenes, interdisziplinäres Publikum handelt.

Die Dispositio legt den Fokus auf die Gliederung des wissenschaftlichen Vortrags. Die Struktur und der rote Faden sind ein wesentlicher Bestandteil. Oft fällt es schwer Dinge wegzulassen, es ist jedoch nur so möglich einen roten Faden durch das Referat zu ziehen und spannend vortragen zu können. Ein Baustein soll auf den nächsten gelegt werden, wobei nur die nötigsten Bausteine verwendet werden sollen um den Turm zu bauen. Der wissenschaftliche Vortrag sollte so strukturiert werden, dass dieser so lange wie nötig aber so kurz wie möglich ausfällt. Alles Unnötige für das Ziel des Vortrags muss weggelassen werden. Die Verständlichkeit des wissenschaftlichen Vortrags ist verpflichtend immer im Vordergrund. Wann immer es möglich ist, soll vereinfacht werden ohne den Inhalt zu verfälschen und ohne das Verständnis zu beeinträchtigen. Auf Details, die nicht zum weiterführenden Verständnis beitragen, soll verzichtet werden.

Die Elocutio beschäftigt sich mit der richtigen Wortwahl und dem Sprachstil. Wie schon angetönt spielt dabei das Publikum, vor dem gesprochen wird, eine entscheidende Rolle. Denn die Wortwahl und der Sprachstil muss entsprechend angepasst werden. Vor einem Fachgremium wird in einer Fachsprache gesprochen, die für einen Vortrag vor einer Laiengruppe nicht sinnig ist. Fremdwörter müssen vor fachfremdem Publikum erklärt werden, nicht aber vor Fachkolleginnen und Fachkollegen. Der Feinschliff ist der Hauptbestandteil der Elocutio und sollte nicht unterschätzt werden. An der richtigen Stelle ein gutes Beispiel zur Verdeutlichung vorzutragen und an einer anderen Stelle ein Zitat macht den Vortrag lebendig und interessant. Dabei sollten aber der rote Faden und der Fluss des Vortrags nicht verloren gehen.

Die Memoria beinhaltet die Wahl des Mediums mit dem der wissenschaftliche Vortrag unterstützt werden soll. Es gibt kein allgemein richtiges Präsentationswerkzeug. Wichtig ist, dass es überlegt ausgewählt ist. Es muss das Thema und den Redenden unterstützen und dabei nicht überhand nehmen oder gar den Vortragenden verunsichern oder stören. Ein gut gewähltes Präsentationswerkzeug kann eine Bereicherung für einen wissenschaftlichen Vortrag sein und diesen auflockern. Um die geeignete Auswahl eines Mediums zu treffen, sollten die Struktur und der Ort, wo der Vortrag stattfindet, klar sein. Der Ort gibt Aufschluss über die vorhandenen und möglichen Medien. Durch die Struktur des Vortrags wird ersichtlich, bei welchen Punkten der Referierende Unterstützung braucht. Will man ein Bild oder ein Diagramm zeigen, eine Grafik oder ein Modell erklären, so macht es Sinn dies visuell zu zeigen. Dabei sind Gedanken über die Situation und das Publikum wichtig. Wie sieht der Raum aus? Ist es ein großer oder ein kleiner Saal? Bei einem großen Saal mit vielen Leuten macht eine Power Point Präsentation Sinn wenn diese mit einem Beamer an die Wand projiziert wird. Denn so sehen auch die Leute in der hintersten Reihe was gezeigt wird. Ist der Saal jedoch klein und das Publikum überschaubar, würde sich auch ein Flipchart eignen, da dies mehr Nähe zu den Zuhörern erlaubt. Ein Modell während des Vortrags von Grund auf zu zeichnen kann sinniger sein, als von Anfang an das fertige Modell zu präsentieren. In so einem Fall bietet sich eine Schiefertafel oder ein Whiteboard an. Aber auch Overhead Folien, ein Flipchart oder eine Pinnwand können dafür eingesetzt werden. Der Vortragende muss vor allem mit dem Präsentationswerkzeug vertraut sein. Er sollte dieses in einer natürlichen Art und Weise benutzen können, damit es nicht ablenkt oder störend wirkt. Selbstverständlich müssen auch die Gegebenheiten berücksichtig werden. Wenn nur ein Beamer zur Verfügung steht, kann auch mit einer Power Point Präsentation ein Modell Schritt für Schritt angezeigt werden um so den gleichen Effekt der Erarbeitung des Modells herzustellen. Weiter soll auch die Akustik beachtet werden. Ist die Akustik gut, sodass die eigene Stimme ausreicht oder braucht es Hilfsmittel wie ein Mikrofon, damit auch die Zuhörer der hintersten Reihe den Redenden verstehen können. Die Auswahl von Medien ist groß. Je nach dem was der Raum zur Verfügung stellt können auch mehrere Medien kombiniert angewendet werden, was für die Zuhörenden zugleich eine Abwechslung bringt. All diese Aspekte muss der Vortragende berücksichtigen um die geeigneten Präsentationswerkzeuge auszuwählen. Hier gilt, weniger ist mehr! Das Medium soll den Redenden ergänzen und das Gesagte unterstützten. Auf keinen Fall soll das Präsentationswerkzeug den Vortragenden ersetzen.

Die Actio beschäftigt sich mit dem Auftritt einer Sprecherin oder eines Sprechers. Wie sind die Stimmlage und das Sprechtempo der Sprecherin oder des Sprechers? Sind die Gestik und die Mimik authentisch? Ein guter wissenschaftlicher Vortrag lebt nicht nur vom Inhalt, sondern auch von den Menschen, die den Inhalt generieren: Den Forscherinnen und Forschern selbst. Ich habe schon sehr gute Vorträge von Forschenden gehört, die ihre eigene Arbeit präsentiert haben. Dabei ist mir immer wieder aufgefallen, wie groß die Rolle des Ethos ist. Die Forscherinnen und Forscher brennen förmlich für ihr Thema, was sich auf ihre gesamte Haltung auswirkt. Der Stand ist geerdet mit dem Boden und die so gewonnene Sicherheit strahlt auf die Zuhörerschaft aus. Die Vortragenden sind aufrecht und mit Energie geladen. Die Stimme betont automatisch die wichtigen Aspekte des Vortrages und das Sprechtempo, die Artikulation und die Melodik der Stimme sind kongruent mit dem Inhalt. Dabei werden die Pausen an der richtigen Stelle gesetzt um dem Ganzen noch mehr Nachdruck zu verleihen. Die Persönlichkeit des Redenden und dessen Einstellung zum Thema sind essentiell. Ein wissenschaftlicher Vortrag kann nur dann das Publikum mitreißen, wenn der Vortragende selbst davon überzeugt ist. Ethos, also die innere Haltung des Referierenden, ist dabei das Wichtigste. Ist eine Referentin oder ein Referent Feuer und Flamme für ein Thema, kann sich das auf die Zuhörer übertragen. Die Begeisterung für das Thema kann das Publikum regelrecht mitreißen und ansteckend wirken. Am besten gelingt dies, wenn der Vortragende einen gewissen Charme auszeichnet, da solche Menschen Emotionen besser auf andere Personen übertragen können. Die besten wissenschaftlichen Vorträge habe ich von charismatischen Personen gehört.

Weiter erscheint mir der Blickkontakt zum Publikum sehr wichtig. Wenn dieser fehlt, wie soll dann eine Verbindung zum Publikum hergestellt werden? Ein guter Blickkontakt zeigt dem Vortragenden, ob die Zuhörer aufmerksam sind und das Gesagte verstehen. Zudem fühlt sich und das Publikum mit dem Gesagten direkt angesprochen. Ohne diese Verbindung zum Publikum ist es nicht möglich die Zuhörer von etwas mitzureißen geschweige denn zu überzeugen.

3. Was zeichnet einen guten wissenschaftlichen Vortrag aus?

Für mich sind das verschiedene Aspekte. Die drei Pisteis spielen eine wichtige Rolle beim wissenschaftlichen Vortrag. Wie schon im Abschnitt zur Actio erwähnt, ist Ethos ein entscheidender Baustein für den Vortragenden. Die innere Haltung der Rednerin oder des Redners steht dabei im Vordergrund. Weiter trägt auch Pathos entscheidend zum gelingen eines guten wissenschaftlichen Vortrags bei. Ohne die Emotionen und Affekte die hervorgerufen werden, wäre ein Referat sehr trocken und langweilig. Logos, die Argumentationsmittel runden das Ganze ab.

Weiter ist für mich einer der wichtigsten Aspekte die take home massage, welche ich nach ein paar Wochen immer noch weiß. Denn von einem guten wissenschaftlichen Vortrag möchte ich etwas lernen. Als erster Schritt sollte somit der Vortragende meine Aufmerksamkeit erregen, da ich nur so seinen Worten folge. Der Referierende sollte sein Publikum zum aufmerksamen Zuhören und Mitdenken animieren können.

Ein guter Einstieg ist sehr wichtig und hilft dabei, die Zuhörer von Anfang an auf die Reise mitzunehmen. Oft kommen die Zuhörer von verschiedenen Orten und haben vorher ganz andere Themen im Kopf. Deshalb sollten sie durch einen guten Einstieg abgeholt werden, um sich auf das Thema des Vortrags einzulassen. Gute Beispiele habe ich gehört, indem der Vortragende eine Einstiegsfrage gestellt hat. Die Frage war kurz und prägnant und hat sehr gut zum Thema gepasst. Die Frage hat die Zuhörer angesprochen und damit konnte der Referent seine Zuhörer mit dem ersten Satz fesseln und ihr Interesse wecken. Wenn ein Vortrag mit einer Frage begonnen wird, sollte der Referent bedenken, dass die Frage gut zum Thema passt und nicht trivial zu beantworten ist. Das macht es spannend und regt zum Denken an. Weiter habe ich gute Einstiege mit Beispielen, Anekdoten oder Zitaten gehört, welche natürlich auch zum Thema passten. Dadurch können die Zuhörer sich einfacher auf das neue Thema einlassen, als wenn mit der Tür ins Haus gefallen wird.

Der Anfang eines Vortrags ist wegen der besseren Erinnerungsleistung gleich wichtig wie das Ende eines Vortrags. Der Primacy-Effekt zeigt, dass Personen sich besser an Informationen erinnern können, welche am Anfang gesagt wurden und der Recency-Effekt zeigt, dass Personen sich besser an Informationen erinnern können, welche am Schluss gesagt wurden. So ist es am besten, die take home massage an beiden Stellen des Vortrags zu erwähnen oder gar den Bogen um den Vortrag zu spannen. So kann die beste Erinnerungsleistung erzielt werden.

Abschließend lässt sich sagen, dass sehr viele Aspekte einen guten wissenschaftlichen Vortrag ausmachen. Einerseits ist es der Redende, der mit seinem Ethos das Publikum bewegen soll, ganz im Sinne von movere. Andererseits ist es das Thema, das gut strukturiert und mit überzeugenden Argumenten durch Logos bestechen soll. Meist ist das Ziel eines wissenschaftlichen Vortrages docere, die Rede soll einen Bildungswert beinhalten. Das richtig gewählte Präsentationswerkzeug soll den Vortragenden und das Thema ganz nach dem Motto weniger ist mehr unterstützen. Wobei der Vortrag auch dem Pathos Rechnung tragen soll. Die Affekte und Emotionen sollen im Publikum wach gerufen werden, indem sich die Begeisterung des Redenden für sein Thema auf das Publikum überträgt. Durch regelmäßigen Augenkontakt soll der Vortragende die Zuhörer direkt ansprechen. Und zu guter Letzt soll der Vortrag auch unterhalten und angenehm sein, dabei steht delectare im Vordergrund.

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