Ethos im wissenschaftlichen Vortrag

Sarah Grabler

1          Einleitung und Fragestellung

In dieser Arbeit werde ich einen genauen Blick darauf werfen, welches Ethos in einem wissenschaftlichen Vortrag anzustreben ist. Leider ist zu diesem Thema kaum Literatur verfasst worden, weshalb ich ein exploratives Vorgehen angestrebt habe. Hierfür habe ich verschiedene wissenschaftliche Vorträge aus unterschiedlichen Fachgebieten zufällig zum Besuch ausgewählt, um einen Eindruck zu erhalten, wie beispielsweise wissenschaftliche Vorträge gehalten werden. Methodisch habe ich ein Kategoriensystem verwendet. Das Ziel soll es sein, mit vier Beispielen einen Einblick in die Praxis des wissenschaftlichen Vortagens zu bekommen und theoretisch auf den Begriff des Ethos einzugehen. Aus diesen beiden Komponenten ziehe ich ein Fazit zur folgenden Fragestellung:

 

Welche Schlussfolgerungen und zukünftigen Untersuchungsansätze ergeben sich aus der Beobachtung von Vortragenden, bei der Haltung eines wissenschaftlichen Vortrags, in Zusammenhang mit der Theorie zum Thema „Ethos“?

 

Wie die Fragestellung bereits andeutet, kann ich in diesem Rahmen der Arbeit nicht genau aufzeigen, welches Ethos sich speziell für die Haltung eines wissenschaftlichen Vortrags eignet, sondern nur einen Hinweis geben, welche Themen in einer weiteren Untersuchung womöglich interessante Erkenntnisse liefern.

2          Der Begriff des Ethos

Aristoteles ist der Begründer der Trias der rhetorischen Überzeugungsmittel: Ethos, Pathos, Logos.[1] Diese begründen sich entweder aus dem Charakter des Redners bzw. der Rednerin oder sie zielen darauf ab, eine bestimmte Stimmung bei den Zuhörenden zu erzeugen.[2] Ebenso können sich die rhetorischen Überzeugungsmittel innerhalb der Rede begründen, durch ein Beweisen bzw. ein scheinbares Beweisen.[3]

Ueding übersetzt beispielsweise Ethos mit dem Wort „Charakter“[4] : „ […] ethos is culturally created between rhetor and audience within a specific social context.”[5] Pathos bezeichnet die Affektregung in den Zuhörenden und Logos wiederum das angeführte sachlogisches Beweisverfahren.[6]

In der Tabelle 1 werden die Überzeugungsmittel (Pathos, Ethos, Logos) anhand der Verbalisierungsform (nonverbal, verbal inhaltlich, verbal formal) dargestellt. Das Ethos drückt sich in seiner nonverbalen Form über die Stimme, die Mimik und die Haltung aus. In der verbal inhaltlichen Realisierungsform zeigt sich das Ethos durch Aussagen, die das Sozialgefühl sowie die Sinne ansprechen. Durch Figuren und Argumente, im Sinne von Enthymemen und einfachen Stützen, drückt sich das Ethos in der verbal formalen Form aus. Mit Hilfe dieser Tabelle wird eine übersichtliche Abgrenzung, wie beispielsweise zu Bereichen des Logos sowie eine gute Einsicht in Bezug auf Überschneidungen möglich. So haben Ethos und Pathos die gleichen nonverbalen Realisierungsformen, ebenso wie die gleichen verbal inhaltlichen. Klar grenzt sich das Ethos vom Logos in der nonverbalen und verbal inhaltlichen Form ab. In der verbal formalen Form gibt es wiederum Überschneidungen, die in der Tabelle1 nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind. Einerseits verwenden Ethos und Pathos beide Figuren und andererseits verwenden Ethos, als auch Logos Argumente. Durch die Veranschaulichung in Tabelle 1 ist es möglich, einen guten Einblick bezüglich der Abgrenzungen zwischen Ethos, Pathos und Logos zu erlangen, aber auch ihre Überschneidungen wahrzunehmen.

Tab. 1:   Unterscheidung der Überzeugungsmittel anhand der Verbalisierungsform [7]

Glaubwürdigkeit

Mayer bezeichnet die persönliche Glaubwürdigkeit des Redners/der Rednerin als sein/ihr wichtigstes Kapital. [8]

Sie im Urteil des Publikums zu erlangen und dauerhaft zu bewahren zu können, erfordert ein entsprechendes äußeres Auftreten [sic!] des Redners, im Sinne einer wirkungsvollen charakterlichen Selbstdarstellung (ethos).[9]

Es gilt bei der Rede „eine wahrgenommene Diskrepanz zwischen der Botschaft und dem eigenen Handeln zu vermeiden (Ethik).“[10]

Wirkt eine Rednerperson tugendhaft, so glaubt man ihr eher und besonders in jenen Fällen, in denen die Zuhörenden selbst keine genauen Informationen besitzen und unterschiedliche Meinungen vertreten. Diese Glaubwürdigkeit hat sich allerdings durch die Rede an sich zu ergeben und keineswegs durch eine bestehende Meinung über den Charakter des Redners/der Rednerin.[11] Was macht Redende nun glaubwürdig? Für Aristoteles sind dies drei Dinge: Einsicht, Wohlwollen und Tugend [12] .

Antikes Redeideal und Schlüsselqualifikationen

Bei diesen Punkten ist ein kluger Umgang mit Gefühlen gefragt. An erster Stelle geht es darum, sich der eigenen Gefühle klar zu werden und zwischen Gefühlen und Gedanken zu sortieren. Des Weiteren ist es wichtig, die Gefühle anderer wahrzunehmen[13] , „sich zu seinen Gefühlen zu bekennen und sich schließlich in der hohen Kunst zu üben, seine Gefühle ins Positive zu wenden.“[14] Das Sich Hineinversetzen in die Gefühlswelt des Publikums gehört von jeher zum rhetorischen Konzept.[15] In Tabelle 2 werden die einzelnen Kompetenzen (Soziale, psychologische, methodische Kompetenz, emotionale Intelligenz) angeführt und ihre Unterkategorien anhand der textuellen Ausführungen von Mayer[16] dargestellt. So wird Beispielsweise bei der Beschreibung der sozialen Kompetenz auf die Bereiche Kommunikation, Argumentation, Verhandlungstechnik, Körpersprache, Konfliktmanagement, Mediation und Teamwork geachtet. Geht es um die Psychologische Kompetenz werden bei der zu beobachtenden Person genau die Bereiche ihrer Motivation, Konzentration, Entspannung, Denktechniken, Denkgewohnheiten, Lese- und Lerntechniken unter die Lupe genommen. Der Bereich der Methodischen Kompetenzen beinhaltet Zeitmanagement, Kreativität, Problemlösungen, Entscheidungsfindung, Arbeitstechnik, Projektmanagement, Präsentation und Moderation.

Soziale Kompetenzen  Psychologische Kompetenzen Methodische Kompetenzen Emotionale Intelligenz
Kommunikation Motivation Zeitmanagement
Argumentation Konzentration Kreativität
Verhandlungstechnik Entspannung Problemlösung
Körpersprache Denktechniken Entscheidungsfindung
Konfliktmanagement Denkgewohnheiten Arbeitstechnik
Mediation Lese- und Lerntechniken Projektmanagement
Teamwork Präsentation
Moderation

Tab. 2:   Auflistung der Faktoren für das antike Redeideal und für die Schlüsselqualifikationen[17]

Fähigkeit und Mut, selbst zu denken

RednerInnen müssen fähig sein Kritik an Ihren rhetorischen Fähigkeiten zu anzunehmen, da diese der Kernpunkt der rhetorischen Kompetenz ist.[18]

Kritikfähigkeit erfordert Mut; den Mut, unkonventionell zu sein, selbst zu denken und eine eigene Meinung zu haben, Mut die Wahrheit zu äußern und auch Kritik anzunehmen (Selbstkritik) und trägt so dazu bei, die eigene, individuelle Persönlichkeit auszubilden.[19]

Verantwortung der Rednerperson

Der/die RednerIn trägt die Verantwortung für den Inhalt des Gesagten.[20]

Körpersprache

Durch die heute weit verbreiteten PowerPoint-Präsentationen verliert die Körpersprache bei einer eben solchen, an Bedeutung.[21] Cicero betont als Erster in der Antike, wie wichtig die Körpersprache seit[22] : „quasi sermo corporis“[23] „Denn jede Regung des Gemüts hat von Natur ihren charakteristischen Ausdruck in Miene, Tonfall und Gebärde.“[24] Die Körpersprache ist auf zwei Arten zu verstehen. Einerseits stellt sie einen Subtext zur Rede dar, andererseits kann die Körpersprache auch Informationen, unabhängig vom Gesprochenen, an das Gegenüber senden.[25]

Selbstdarstellungstechniken

Aronson u.a.[26] definieren Selbstdarstellungstechniken als den

Versuch, uns als den Menschen zu präsentieren, der wir sind oder von dem wir wollen, dass andere Menschen glauben, dass wir so sind; dies geschieht durch die Worte, die wir sprechen, unser nonverbales Verhalten wie auch unsere Handlungen.[27]

Selbstdarstellungstechniken können sowohl bewusst, als auch unbewusst eingesetzt werden, mit der Zielsetzung in sozialer Interaktion Kontrolle auf den Eindruck auf andere auszuüben. Gleich, ob es sich hierbei um reale oder nur vorgestellte Interaktionen handelt. [28] Es kann unterschieden werden zwischen „direkten Zielsetzungen der Eindrucksbildung und der Demonstration sozialer Kompetenz sowie den Metazielen des Erweckens oder Wiederherstellens eines Integritätseindrucks“.[29]

Goffman beschäftigte sich in diesem Zusammenhang mit dem Begriff des Impression-Managements[30] . Dabei handelt es sich um einen

Prozess, bei dem bewusst oder unbewusst eine der Situation angepasste Selbstpräsentation zusammengestellt wird, die dazu dient, einen bestimmten Eindruck zu erwecken, der zu unseren Zielen und Bedürfnissen in einer sozialen Interaktion passt.[31]

Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei öffentlichen, professionell gehaltenen Reden immer um eine bewusste Selbstdarstellung handelt.[32]

In der Tabelle 3 werden alle Selbstdarstellungstechniken angeführt, die Mayer[33] angelehnt an Mummendey (1981) formuliert hat.

Faktoren Selbstdarstellungstechniken
Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit herausstellen Sich beliebt machen, sich einschmeicheln
Eigenwerbung betreiben Beispielhaft erscheinen
Kompetenz und Expertentum signalisieren Offenheit hervorkehren, Selbstkritik demonstrieren
Guten Willen beteuern, Verantwortlichkeit betonen Sich über Kontakte aufwerten oder positiv abheben
Hohe Ansprüche signalisieren Hohen Status und Prestige herauskehren
Selbstständigkeit, Selbstdenken betonen Hohes Selbstwertgefühl herausstellen, übertreiben
Attraktivität herausstellen Sich rechtfertigen
Sympathie ausstrahlen, dem Publikum ähnlich erscheinen Vorsorgliches Abschwächen
Widerrufen Mitleiderregend oder hilfsbedürftig erscheinen
Sich als unvollkommen darstellen Autoritätstechnik, Demonstration von Stärke oder Macht, Einschüchterung
Abwerten anderer Charisma

Tab. 3:   Auflistung der Selbstdarstellungstechniken nach Mayer[34] angelehnt an Mummendey (1981)

Erster Eindruck

Beim ersten Eindruck sind besonders auffällig die körperliche Gesamterscheinung, Körperhaltung, Kleidung, Körpergeruch sowie das Gesicht und die Frisur. Die Beurteilung des ersten Eindrucks ist nie ganz abwägbar, da es sich hier um kein objektives Urteilen handelt.[35] Der erste Eindruck ist vielmehr

wesentlich […] durch Zuschreibungen der urteilenden Personen (selektive Wahrnehmung, ausgelöste Erinnerungen und Assoziationen, Lebenserfahrung, Vorurteile) sowie auch von situationsabhängigen Kriterien (Raum und Zeit, Stimmung, Vorhergegangenes) bestimmt.[36]

Raumverhalten

Die körperliche Distanz zwischen Personen ist abhängig von der Erziehung/Sozialisation, dem Kulturkreis, persönlichen Erfahrungen und der aktuellen Kommunikationssituation. Im Allgemeinen verhält es sich so, dass mit steigender beruflichen, gesellschaftlichen oder persönlichen Macht auch die Größe des eingenommenen Raums steigt (Büro, Villa, Theaterloge, Hotelsuite, etc.). Ebenfalls wird auch mit steigender Macht tendenziell die Körpersprache raumgreifender und die Stimme raumfüllender. [37] Womöglich ist dieses Verhalten zumindest zu einem gewissen Grad geschlechterabhängig[38] .

Körperhaltung-Körperbewegung

Mit dem von Siegfried Frey in den 70Jahren entwickelten „Berner System“ konnte festgestellt werden,[39]

dass die Beurteilung von Charaktereigenschaften (kompetent – inkompetent, sympathisch – unsympathisch, interessant – langweilig, intelligent – unintelligent, stark – schwach, ehrlich – unehrlich, usw.) nicht so sehr auf deren äußeren Erscheinung als vielmehr auf dem Bewegungsverhalten beruht.[40]

Eine bedeutende Rolle spielt dabei die Neigung des Kopfs. Ein Gesicht kann je nach Neigungswinkel stolz, arrogant und distanziert oder auch traurig, verträumt und demütig wirken.[41]

Gestik

Mayer definiert, in Anlehnung an Kendon (1981), Gesten in einer Rede als „Handbewegungen, die das Sprechen begleiten, um das Gesagte an verschiedener Stelle hervorzuheben und ihm Nachdruck zu verleihen.“[42] Cicero betont, dass es bei den Gesten um die Unterschreichung der ausgedrückten Emotionen geht.[43]

Heutzutage werden vielfach einzelnen Gesten ganz bestimmte Bedeutungen angedichtet. Doch eine genaue, generalisierte Bestimmung ist nicht möglich. Es lassen sich nur gewisse Tendenzen ablesen. Des Weiteren ist der Einsatz von Gesten abhängig vom Affektgehalt der Rede, dem Geschlecht sowie soziokulturellen Voraussetzungen. Je mehr Emotionen eine Rede anregt, desto tendenziell stärker wird gestikuliert.[44]

Mimik und Blickkontakt

„Vom Gesicht hängt alles ab, es macht die inneren Regungen eines Menschen nach außen sichtbar.“[45] Den Menschen sind gewisse Grundemotionen angeboren. Dabei handelt es sich beispielsweise um Freude, Traurigkeit, Wut, Furcht, Ekel. Von diesen Grundemotionen lassen sich weitere Emotionen ableiten.[46]

Es wurden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, in denen gezeigt werden konnte, dass die sechs Primär- bzw. Basisemotionen (Freude, Wut, Furcht, Überraschung, Traurigkeit, Ekel) im mimischen Ausdruck von allen Kulturen mit der gleichen Häufigkeit richtig gedeutet werden können. Es handelt sich demnach bei dem mimischen Ausdruck dieser Emotionen um einen Bestandteil des Menschseins und um kein kulturelles Erlernen.[47] Um das herauszufinden, wurde auch eine Untersuchung in Neuguinea mit einem auf Steinzeit-Niveau lebenden Volksstamm durchgeführt.[48]

Dennoch gibt es gewisse kulturelle Unterschiede in der allgemeinen Deutung von Emotionen. So stellt Keating u.a.[49] bei der Untersuchung von elf unterschiedlichen Kulturen fest, dass Lächeln zwar immer als Ausdruck der Freude gedeutet wird, aber dennoch weniger oft in Brasilien. Aus der Studie von Keating et al. ergeht, dass obwohl die Basisemotionen universell sind, es kulturelle Abwandlungen gibt. Diese kulturellen Variationen treten, so lässt sich vermuten, häufiger im Bereich der Augenbrauen auf, als im Bereich des Mundes.[50]

Zum Auftritt als RednerIn ist des Weiteren zu sagen:

Die Mimik – Gesichtsausdruck und Minenspiel – werden wesentlich die Augen, Mund und Kopfbewegung bestimmt. Der Gesichtsausdruck […] soll weder eingefroren wirken noch übertrieben Gefühle zum Ausdruck bringen.[51]

Im Publikum sollen sich alle angesehen fühlen. Damit ist kein flüchtiger Blick gemeint, zielführend ist beispielsweise ein langsam schweifender Blick über die Anwesenden, bei dem niemand ausgelassen wird.[52]

Stimme

Aristoteles misst der Stimme beim Vortrag einen hohen Wert bei und formuliert: „Diese drei Aspekte nämlich sind es, auf die man die Untersuchung zu richten hat: Es sind dies Lautstärke, Tonfall und Rhythmus.“[53] Rhythmus wird oftmals aus als Stil-Phänomen behandelt.[54] Quintilian war der Meinung, für einen guten Vortrag bräuchte es eine kräftige Stimme.[55]

Die „Rhetorica ad Herennium“, das in lateinischer Sprache älteste Rhetorik-Lehrbuch, beschreibt den Stimmumfang (magnitudo), die Stimmbiegsamkeit (mollitudo) und die Stimmfestigkeit (firmitudo) als die grundlegenden drei stimmlichen Qualitäten.[56] In Tabelle 4 werden alle relevanten Faktoren, zur Bestimmung der Stimmqualität nach Mayer[57] erfasst.

Faktoren der Stimme
Lautstärke Pausen Ideolekt Stimmlage
Tonfall – Emotionen Artikulation Soziolekt Ähms
Sprachmelodie Hochlautung Es braucht eine gute Haltung für eine gute Stimme Stimmqualität (krank)
Punktesprechen Standardsprache Sprechtempo Dialekt
Betonung

Tab. 4:   Auflistung der stimmlichen Faktoren[58]

3          Ethos und Wissenschaft

In diesem Kapitel, das sich speziell dem Ethos in der Wissenschaft zuwendet, werde ich zuerst auf historische Aspekte eingehen. Anschließend werde ich eine aktuelle Sichtweise und den Zusammenhang von wissenschaftlichem Ethos und Gender anführen.

Fichte spricht von der „Ehre zum Gelehrten-Stande“[59] zu gehören. Des Weiteren sieht Fichte die Wissenschaftspersonen als „die oberste Aufsicht über den wirklichen Fortgang des Menschengeschlechts im allgemeinen, und die stete Beförderung des Fortganges“.[60] Der Gelehrte ist nur durch und für die Gesellschaft da.[61]

Spinner[62] schreibt über das wissenschaftliche Ethos als qualifizierte Superethik:

Als im Handeln zu befolgende und nicht nur meinungs-, einstellungs-, gesinnungsmäßig [sic!] zu bekennende Moral wäre das wissenschaftliche Ethos mit seinen weit überzogenen Forderungen nach völlig unpersönlicher, uneigennütziger, unvoreingenommener aber äußerst leistungsmotivierter und arbeitsreicher Forschungsaktivität nur etwas für zwei Sorten von Menschen in außergewöhnlicher Seelen- oder Lebenslage: für dazu moralisch besonders Qualifizierte einerseits und für sozial besonders Privilegierte andererseits.[63]

Es ist nicht davon auszugehen, dass WissenschaftlerInnen bereits vor ihrem Weg in die Wissenschaft Genies waren, deren heutige Kompetenz sich mit angeborener Begabung erklären lässt. Bedeutende wissenschaftliche Persönlichkeiten entstehen in[64] „komplexen sozialen Prozessen“[65] . Beaufaÿs weist des Weiteren, bezogen auf Engler, darauf hin, dass es eine Illusion ist, zu glauben bei der Anerkennung, Einschätzung und Beurteilung von wissenschaftlichen Arbeiten sowie wissenschaftlichen Persönlichkeiten ginge es nicht auch um das Thema Geschlecht[66] . Frauen werden in ihrer Funktion als wissenschaftliche Persönlichkeit und mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit in akademischen Kreisen geringer geschätzt. Dies zeigt unter anderem ein Vergleich der akademischen Laufbahnen in Deutschland an der Universität Darmstadt.[67] Beaufaÿs führt bezogen auf Bourdieu an, dass ein Grund, warum es für Frauen in der Wissenschaft schwerer ist, könnte sein, dass es Förderer braucht, um in die Wissenschaft einzusteigen. Da Personen, die dem Selbst ähnlicher sind, eher gefördert werden und es sich bei den derzeitig aktiven Wissenschaftspersönlichkeiten zu einem überwiegenden Teil um Männer handelt[68] , kann der „Zuschreibungszusammenhang «weiblichen Geschlechts »[…] zu einer solchen Störung der sozialen Praxis werden“[69] . Zu Beachten ist allerdings, dass es noch mehr Variablen außer „Geschlecht“ gibt und dass es von der Wahrnehmung der AkteurInnen abhängt, ob Geschlecht zu einer störenden Variable wird.[70]

4          Ethos und Lehre

Der wissenschaftliche Vortrag wird zumeist zur Lehre verwendet. Entweder um den Studierenden Inhalte näher zu bringen oder aber auch um sich vor KollegInnen zu profilieren bzw. sie ebenfalls über neue Erkenntnisse zu informieren. Fuchs[71] formuliert generell gesprochen, zur Frage, ob es ein Ethos der Lehrenden von sozialwissenschaftlichen Fächern gibt:

Ein Ethos wird […] als Ethos vernichtet, wo seine Existenz behauptet oder bestritten wird, da es seinen Grundzug verliert, gerade nicht Gegenstand der theoretischen Vernunft zu sein, sondern Bestimmungsgrund des Handelns.[72]

Dörpinghaus[73] beschreibt, der Begriff des „Ethos“ thematisiere in der Didaktik die Frage: „[…] wer und was jemand ist, wie er beispielsweise lebt und was er kann“[74] ? Die Wichtigkeit des Ethos der Lehrperson zeigt sich dadurch, dass LehrerInnen als StellvertreterInnen „einer Sache, einer Gesellschaft und Kultur betrachtet“[75] werden.

ihre Glaubwürdigkeit ist ein konstitutiver Teil des unterrichtlich zu Vermittelnden […]. Es ist wichtig zu sehen, dass die Glaubwürdigkeit eine Zuschreibung ist, die auf der Grundlage möglichst besonnenen Urteils, fundierten Wissens und im weitesten Sinne ethischen […] Handelns gemacht wird. Zu dieser Glaubwürdigkeit gehört dann beispielsweise auch, dass Lehrerinnen und Lehrer gerecht sein sollten und zu ihren Überzeugungen auch in Fällen stehen, die ihnen nachteilig ausgelegt werden können.[76]

5          Erhebung Auswertung

In der Stichprobe habe ich vier zufällig gewählte wissenschaftliche Vorträge aus unterschiedlichen Fachgebieten besucht. Bei den Rednern handelte sich jeweils um Männer im etwa gleichen Alter. Alle vier Vortragenden waren mir im Vorfeld unbekannt. Anhand eines vorab ausgearbeiteten Kategoriensystems (siehe Anhang) habe ich Vermerke gemacht. Dabei zeigten sich vier vollkommen unterschiedliche Vortragsstiele. Jeder Vortrag hatte seine eigenen Vorzüge. Der eine Vortragende arbeitete stark mit Logos, der andere stark mit Pathos. Die übrigen Vortragenden verwendeten beides in einem Mittelmaß. Vorab zu erwähnen ist, dass sich in allen Vorträgen – wie bei allen Dingen – positive und negative Aspekte im Bereich des Ethos finden ließen.

6          Ergebnisdarstellung

Nachfolgend werde ich die Beobachtungsergebnisse aus den vier wissenschaftlichen Vorträgen ausführlich schildern. Wichtig ist, darauf hinzuweisen, dass in dieser Beobachtung ein gewisser Grad an Subjektivität mitschwingt, der schon alleine deshalb entsteht, da nur eine Person als Beobachterin eingesetzt wurde und nicht mehrere.

Ethos des 1. Vortragenden

GlaubwürdigkeitDie Person zeigt in den Bereichen Einsicht (Intelligenz) und Weisheit, dass sie ein tieferes Wissen besitzt, dennoch kann sie dreimal eine Frage von Zuhörenden nicht beantworten. Generell zeigt das Eingehen auf die Fragen der Zuhörenden von Wohlwollen gegenüber diesen.

Soziale KompetenzDer Redner argumentiert ausführlich, die Gründe zu Namensgebungen in der Historie. Im Bereich des Konfliktmanagements benutzt er die Strategie der Vermeidung, da Parallelunterhaltungen von Zuhörenden, die den ganzen Vortrag über andauern und andere Zuhörende zu Beschwerden veranlassen, nicht stoppt. Das Auffordern zum Stellen von Fragen und das Eingehen auf diese, lassen sich als Teamwork bei der Erarbeitung des wissenschaftlichen Fachgebiets bewerten.

Psychologische KompetenzBezüglich der Motivation ist zu sagen, dass der Redner auf mich gelangweilt vom Inhalt seines Vortrags wirkt, allerdings motiviert ist, die Fragen der Zuhörenden zu beantworten, sofern er diese mit seinem abrufbaren Wissen beantworten kann. Der Vortragende wirkt sehr lässig und entspannt.

Körpersprache –Der Vortragende macht im Stehen einen leicht abgerundeten Rücken und streckt den Kopf etwas nach vor, blickt dabei geradeaus und nicht nach unten.

SelbstdarstellungKompetenz, Expertentum und Wohlwollen wird gezeigt durch Nachfragen: „Sehen Sie den Punkt?“. Es werden sehr komplexe und differenzierte Beispiele gebracht und ausführlich erklärt. Der Redner gewinnt Sympathiepunkte durch das Eingestehen von Unwissenheit, was sich jedoch negativ auf die Kompetenz und das Expertentum auswirkt. Dies geschieht beispielsweise durch die Antwort des Vortragenden auf eine Zuhörendenfrage: „Es ist leider länger her, dass ich es gelesen habe.“ Die Frage blieb unbeantwortet und es gab kein Angebot, von Seiten des Vortragenden, nachzuschlagen. Unwissenheit zeigte er auch bei einer Frage zu Anmeldungsvoraussetzungen für Vorträge. Er macht die Zuhörenden darauf aufmerksam, vergessen zu haben, was er sagen wollte und nimmt die Fernbedienung in den Mund, bis ihm das Vergessene wieder einfällt.

Des Weiteren wird ein Teil des Wissenschaftsfachs erklärt, bei dem der Vortragende allerdings einwirft, dass er kein Experte in diesem Bereich ist. Diese Verhaltensstrategie (Eingestehen von Schwäche) fördert, wie bereits erwähnt, die Sympathie der Zuhörenden.

Der erste EindruckIm Gesicht ist ein Dreitagebart zu sehen und die Person wirkt müde. Die Locken sind kurz geschnitten und zerstreut, möglicherweise unfrisiert. Die Kleidung besteht aus einer Jeans, Turnschuhen und einem schwarzen Kurzarmhemd, das ich beim ersten Hinsehen fälschlicherweise für dein Poloshirt hielt. Um die Kleidung mit einem Wort zu beschreiben: sportlich. Die Körperhaltung ist lässig.

Raumverhalten –Person trägt die Beamerfernbedienung, für die Dauer des Vortrages, in der Hand.

Körperhaltung /-bewegungDer Vortragende geht während des gesamten Vortrags vor seiner PowerPoint-Präsentation auf und ab. Dabei sieht er im Regelfall weder die Zuhörenden noch die Folien an, sondern blickt in die Fortbewegungsrichtung. Die Beine werden beim Gehen nur auf eine geringe Höhe angehoben. Der Kopf wird während des Vortrags häufig hin und her gewogen.

Gestik – Gesten erfolgen von der Bauchnabelhöhe aufwärts mit beiden Händen. Wenn keine Gestik erfolgt, werden die Arme und Schultern hängen gelassen.

Mimik & BlickkontaktDie Mimik zeigt wenige Emotionen. Einmal kommt ein Lächeln vor. Bei Aufzählungen geht der Blick nach oben, ein Verhalten, das bei Personen häufig gezeigt wird, die gerade nachdenken. Der Vortragende sieht die Zuhörenden an, wenn er diese zum Fragenstellen auffordert oder es von sich aus tun. Ansonsten ist der Blick in die Fortbewegungsrichtung, von der einen Wand zur anderen, gerichtet. Selten fällt der Blick auch auf die Power-Point-Präsentation.

Stimme –Die Stimme klingt dunkel, gut hörbar und raumfüllend. Es scheint, als liege etwas Monotonie und Langeweile in ihr. Auch in der Stimme taucht das Thema Müdigkeit auf.

Ethos des 2. Vortragenden

Glaubwürdigkeit –Einsicht und Intelligenz wird durch die Darstellung komplexer Zusammenhänge gezeigt.

Antikes Redeideal und SchlüsselqualifikationenDer Vortragende argumentiert seine Erklärungsansätze für das Zustandekommen einer Theorie und wirkt motiviert. Methodische Vortragskompetenz zeigt der Vortragende, indem er technische Probleme behebt, die das Abspielen der Power-Point-Präsentation verhindern.

KörperspracheDie Körperhaltung ist aufrecht. Die Gestik ist etwas eingeschränkt, dadurch, dass sich die Hände zumeist in den Hosentaschen befinden. Allerdings wird die Gestik in etwa nach dem ersten Viertel der Vortragszeit mehr. In der Mitte des Vortrags zeigt der Redner auf ein Bild in der Power-Point-Präsentation.

SelbstdarstellungstechnikenDer Vortragende trägt eine Anzughose und ein Hemd. Beides wirkt sehr edel. Allerdings rutscht unbemerkt, nach etwa der zweiten Hälfte des Vortrags, das Hemd aus der Hose, was den edlen Eindruck schmälert.

Auffallend ist, dass der Redner keine Verständnisfragen stellt und auch nicht in Nebensätzen über sich selbst oder persönliche Meinungen zu dem Thema spricht, sondern stets rein bei der Darlegung der Theorie bleibt.

Der erste EindruckAls ich den Raum betrete, ist die Vortragsperson bereits da. Sie verzieht das Gesicht zu einer Grimasse und scheint etwas am PC zu suchen. Sofort wird klar, dass ein technisches Problem vorliegt. Die Vortragsperson wirkt bei der Problembehebung nicht hilflos, sondern dynamisch und hat das Problem auch nach ein paar Anläufen gelöst.

Die Frisur wirkt gepflegt. Der Vortragende trägt ein blaues, langes Hemd mit weißem Kragen, das einen exquisiten und teuren Eindruck hinterlässt. Am Hosenbund ist ein Schlüsselband befestigt, an dessen anderem Ende sich in der Hosentasche ein Schlüsselbund befindet. Dies wirkt, im Gegensatz zum sehr formellen Hemd, lässig. Quer über den Mund ist ein Stift zwischen die Lippen gepresst.

Raumverhalten –Der Redner geht mehrmals hinter dem Pult drei bis vier Schritte in einem, von mir als angenehm empfundenem, Tempo auf und ab.

Körperhaltung /-bewegungBeide Hände sind in den Hosentaschen, was dem eher eleganten Bild, der durch das Hemd und die Hose entsteht, einen Abbruch tut. Während des Vortrags stellt der Redner einmalig die Weite ihres Gürtels nach. Er zieht an seinem Bart und kratzt sich am Rücken. Des Weiteren krempelt er seine Ärmel hoch, kramt auch in seiner Tasche und holt etwas zu trinken hervor. Die paar Schritte, die sie sich im Raum bewegt, wirken für die Vortragshaltung abwechslungsreich und angenehm. Ab und zu lehnt sich der Redner mit dem ausgestreckten Arm am Pult an und überkreuzt dabei die Beine. Das wirkt sehr lässig und entspannt. Es entsteht in diesem Moment der Eindruck, die Person weiß, wer sie ist, fühlt sich kompetent und selbstbewusst und kann dadurch den Vortag mit einer gewissen Leichtigkeit und Lässigkeit halten.

Gestik DieGestik ist nur wenig vorhanden, da sich die Hände in den Hosentaschen befinden. Ab und zu greift sich der Vortragende ins Gesicht. Wenn eine Gestik erfolgt, wird anschließend eine Ruheposition der Hände auf Bauchnabelhöhe eingenommen.

Mimik und Blickkontakt – Mimik wird häufig gezeigt. Einmal wird die Emotion der Freude durch Lachen gezeigt.

Es entsteht der Eindruck, dass der Vortragende öfter in jenen Bereich des Raumes blickt, in dem die meisten Zuhörenden Platz genommen haben.

Stimme Die Stimme ist fest und klar und füllt den Raum gut aus. Durch die hohe Lautstärke mit der gesprochen wird, entsteht eine merkliche Präsenz. Es werden Betonungen gesetzt. Der Vortragende stellt rhetorische Fragen und setzt danach Pausen. Ebenfalls werden Pausen vor Aufzählungen gesetzt. Die Artikulation ist sehr deutlich und klar. Die Stimmqualität wirkt nicht beeinträchtigt und das langsame Sprechtempo ermöglicht es, dem Inhalt gut zu folgen. Häufig wird „okay“ oder „ha“ als Lückenfüller benutzt.

Ethos des 3. Vortragenden

Herausstechend sind bei Person 3 die feste Stimme, der selbstbewusste Auftritt und die lebensnahe Darstellung des Inhalts.

Glaubwürdigkeit –Der Vortragende erklärt komplexe Zusammenhänge anhand von Beispielen aus dem alltäglichen Leben der ZuhörerInnen. Dadurch zeigt er einerseits die sog. Einsicht (Intelligenz) anhand der Komplexität, andererseits Wohlwollen, da er sich mit den Problemen der Zuhörenden beschäftigt und auf diese eingeht. Ebenfalls werden damit die Kategorien Weisheit und Aussageinhalt beleuchtet.

Soziale KompetenzEs wird zwar argumentiert, allerdings wird die Argumentführung nur sehr kurz gehalten und ist weniger ausgeprägt wie beim ersten Vortragenden. Im Bereich der Körpersprache werden verschiedene Machtposen eingenommen. Der Vortragende fragt die Zuhörenden nach ihren Lösungsansätzen für konkrete Probleme, bevor er die richtige Lösung präsentiert. Damit erhält er die Aufmerksamkeit aufrecht und regt zum Denken an. Durch das Mitargumentieren und Mitdiskutieren des Plenums werden Lösungen in einer Form von Teamwork erarbeitet.

Fähigkeit und Mut, selbst zu denkenDer Redner übt Kritik an sich selbst, da sein Handy während des Vortrags läutet, er den Anruf entgegennimmt und anschließend mitteilt, jetzt etwas getan zu haben, dass er mit Konsequenzen strafen würde, hätte es eine/r der Zuhörenden getan.

VerantwortungEs zeigt sich, dass Verantwortung für den Inhalt übernommen wird, durch den Versuch des Vortragenden, die Gedanken über die Zusammenhänge des gesellschaftlichen Lebens der Zuhörenden, zu ordnen. Dadurch zeigt er Verantwortungsübernahme, da er Interpretationsanleitungen für das Verhalten der Gesellschaft gibt.

Körpersprache Der Körper ist aufrecht. Die Schultern sind hinten. Die gesamte Körpersprache lässt auf Selbstbewusstsein schließen. Die Zuhörenden werden direkt angesehen. Auch einzelne Personen werden angesehen, wenn diese beispielsweise eine Frage des Redners beantworten. Der Ausdruck im Blick verändert sich je nach Inhalt des Vortrags. So wird nach außen hin sichtbar, dass die Worte für die vortragende Person nicht inhaltsleer sind.

Selbstdarstellungstechniken Die persönliche Fassade des Redners zeichnet sich durch das Tragen eines Anzugs aus.

Der Vortragende signalisiert hohe Ansprüche durch die Bewertung der Wortmeldungen der ZuhörerInnen. Er reagiert auch mit „habe ich schon gesagt“, wenn nach bereits erwähnten Inhalten gefragt wird. Er ist fordernd und gleichzeitig zeigt er auch Wohlwollen sowie Gönnerhaftigkeit, indem er den Zuhörenden mitteilt, welche Inhalte zur Prüfung kommen, die nur in dem Vortrag behandelt wurden und nicht im Skript steht. „Es braucht eine Belohnung für die, die da sind“, sagt er, oder: „das könnte übrigens eine versteckte Frage sein.“ Andererseits zeigt der Vortragende auch Macht, indem er einen bestimmten Zuhörenden auf die Schippe nimmt. Ein solches Verhalten wird erst durch ein gefühltes Machtgefälle ermöglicht. Eine große positive Spannung wird erzielt, durch die Greifbarmachung von Zusammenhängen, die im alltäglichen Leben Anwendung finden können.

Der Vortagende macht sich des Weiteren laut darüber Gedanken, wie die Tests ausfallen werden, da er sie für schwer hält. Diverses Verhalten von PolitikerInnen wird im Vortrag abgewertet. Im gesamten Vortrag wird ein hohes Maß vom Charakter und der Persönlichkeit des Vortragenden gezeigt.

Der erste Eindruck – Der Redner trägt einen Anzug und darunter ein Poloshirt. Der Gang ist aufrecht und die Haare sind sorgfältig zurückgekämmt. Die Person ist übergewichtig.

RaumverhaltenDer Vortragende nimmt Raum ein, geht an die Tafel und macht Notizen auf ihr.

Körperhaltung /–bewegungEs werden Körperhaltungen und –bewegungen eingenommen, die auf Präsenz und Selbstbewusstsein schließen lassen. Der Bewegungsraum reicht vom Pult bis zum Ende der Tafel.

Gestik Gestik wird eingesetzt. Liest der Vortragende etwas aus einem Buch vor, stützt er sich mit beiden Händen am Rednerpult ab.

Mimik & BlickkontaktMimik wird selten gezeigt. Blickkontakt wird aufgenommen. Auch einzelne Zuhörende werden angesehen.

Stimme – Die Stimme ist fest und nimmt den ganzen Raum ein. Mit der Lautstärke wird variiert. Auch Emotionen werden stimmlich gezeigt, allerdings finden wenige Betonungen statt. Die Stimmqualität ist rau, das Sprechtempo durchaus schnell.

Ethos des 4. Vortragenden

Glaubwürdigkeit – Der Redner veranschaulicht die Theorie durch Beispiele, die uns alle betreffen (Einsicht). Er zeigt Wohlwollen, indem er die ZuhörerInnen abstimmen lässt und ihnen mitteilt, dass es keine negativen Konsequenzen für sie hat, wofür sie ihre Stimme abgeben.

Antikes Redeideal und Schlüsselqualifikationen –Im Bereich Kommunikation ist zu vermerken, dass die ZuhörerInnen in den Vortrag miteinbezogen werden. Dies geschieht durch das Stellen von fachlichen Fragen mit verschiedenen Antwortmöglichkeiten. Alle Zuhörenden sollen aufzeigen, bei der Antwortmöglichkeit, die sie für richtig halten. Anschließend wird das richtige Ergebnis verkündet. Der Vortragende bittet darum, sich bei der Abstimmung nicht zu enthalten, eine falsche Antwort hätte keine Konsequenzen.

Fähigkeit und Mut selbst zu denkenDer Vortragende zeigt in komplexen Beispielen, welche Auswirkungen Entscheidungen im tagespolitischen Geschehen haben können.

Körpersprache

Der Vortragende sitzt mit gerade gehaltenem Rücken. Der Blick wandert entweder zu den Zuhörenden oder auf den Computerbildschirm, der die auf die Wand projizierte Powerpoint ebenfalls anzeigt. Die Gestik ist kraftvoll und erfolgt aus einer Handruheposition etwas über der Bauchnabelhöhe. Dies lässt sich allerdings dadurch erklären, dass der Vortragende an einem Tisch sitzt, der aufgrund seiner Höhe keine Handruheposition in Bauchnabelhöhe zulässt.

Selbstdarstellungstechnik – Durch die Komplexität der Beispiele wird Kompetenz und Expertentum herausgestellt. Es werden hohe Ansprüche an das Verstehen von politischen Zusammenhängen signalisiert. Der Redner betont, wie wichtig es ist, als WählerIn nachzudenken und Zusammenhänge zu erkennen. Das Charisma des Vortragenden wirkt fesselnd.

Der erste Eindruck – Der Redner wirkt abgespannt und gestresst. Den Kopf schmückt ein weißer, gelockter Kurzhaarschnitt. Die Kleidung besteht aus einem grauen, langärmeligen Nadelstreifhemd und einer schwarzen Jeans.

RaumverhaltenIm Raum herrscht eine ausgezeichnete, unterstützende Akustik. An die Wand wurde eine PowerPoint-Präsentation geworfen. Die Distanz zum Publikum ist groß, da in den ersten beiden Reihen keine ZuhörerInnen sitzen. Der Redner hat eine gute Raumpräsenz durch seine kräftige Stimme.

Körperhaltung /-bewegungDer Vortragende sitzt etwas erhöht vor dem Mikrofon sowie dem PC und ist durch diese Erhöhung gut sicher.

GestikEs erfolgen kraftvolle Gesten, beispielsweise einmal mit der Faust. Auch ein Achselzucken wird gezeigt.

Mimik und BlickkontraktDie Mimik ist ausdrucksschwach. Ab und zu ist ein angedeutetes Lächeln zu sehen. Beim Sprechen wird der Mund eher flach gehalten und nur schmal geöffnet. Der Blick geht zu den Zuhörenden und schweift von einer Person zur anderen.

Stimme Die Stimme ist sehr kräftig, präsent und raumfüllend. Gesprochen wird in Standardsprache. Trotz des nur schmalen Öffnens des Mundes ist die Person gut hör- und verstehbar. Betonungen werden besonders stark bei rhetorischen Fragen eingesetzt. Das Sprechtempo wird langsamer bei Fragen an die Zuhörenden und schneller bei emotionalen Inhalten. Füllwörter wie „ähm“ und „mhm“ werden nicht verwendet.

7          Schlussfolgerung (Leitpunkte für Ethos in den Wissenschaften)

Ich konnte beobachten, dass alle vier Vortragenden Wert auf formellere Kleidung legten. Dies reichte vom einfachen Kragen bis zum Anzug.

Aus der angeführten Theorie ergibt sich die Fragestellung, ob die von Beaufaÿs[77] angeführte Diskrepanz zwischen der wissenschaftlichen Arbeit sowie Persönlichkeit und Bewertung sowie Anerkennung zwischen männlichen und weiblichen WissenschaftlerInnen sich nicht nur in der Laufbahn wiederspiegelt, sondern auch in der Bewertung und Anerkennung von einzelnen wissenschaftlichen Vorträgen?

Anzunehmen ist, dass beim wissenschaftlichen Vortag, nicht nur der Inhalt des Vortrags eine Rolle spielen, sondern womöglich auch der Rang des/der Vortragenden. So wird es einen Unterschied machen, ob den inhaltlichen gleichen wissenschaftlichen Vortrag eine/r der Studierenden hält oder ein/e namhafte/r Wissenschaftler/in mit zahlreichen Publikationen. Das Gesagte würde bei einer höherrangigen Person unter den Zuhörenden schlagartig an Relevanz und Wichtigkeit gewinnen.

Schlussfolgernd lassen sich aus den Beobachtungen in den wissenschaftlichen Vorträgen folgende Annahmen für eine nähere Untersuchung treffen: Wenn das Ziel eines wissenschaftlichen Vortrags, es sein soll, dass die Zuhörenden sich nach dem Vortrag mit dem wissenschaftlichen Thema besser auskennen und sich dafür begeistern, ist es unabdinglich, dass der/die Vortragende sein/ihr inneres Feuer für diese Thematik auch nach außen hin zeigt. So kann der Funke eher von dem/der Vortragenden auf die Zuhörenden überspringen. Vorteilhaft ist in dieser Hinsicht sicherlich ein charismatisches Auftreten.

Ein wichtiger Aspekt im wissenschaftlichen Vortrag ist die Relevanz. Ein wissenschaftlicher Vortrag kann sehr trocken sein, vor allem im Vergleich zu Vorträgen aus dem Unterhaltsbereich. Doch haben wissenschaftliche Themen einen hohen Wert und genau dieser ist, so nehme ich an, den Zuhörenden nicht immer klar. Umso wichtiger ist es, den Zuhörenden zu verbalisieren, warum der Inhalt wertvoll ist und wie er in ihrem eigenen Leben und/oder in ihrer eigenen wissenschaftlichen Arbeit Bedeutung gewinnen kann. Wie wichtig die „Bedeutsamkeit“ für das Erlernen ist – und auch bei wissenschaftlichen Vorträgen ist anzunehmen, dass die Mehrzahl der Zuhörenden etwas Neues „lernen“ wollen – beschreibt bereits Kramis[78] .

Ein weiterer Aspekt, der nicht nur die Merkfähigkeit verbessert, sondern auch durch den Vortrag angeregte, weitere wissenschaftliche Arbeiten inspirieren kann, ist, die Zuhörenden vor der Eröffnung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, einfach nach ihrer Meinung zu fragen. „Wie denken Sie, dass das Verhältnis X zustande kommen könnte?“ Natürlich kommen da nicht nur richtige Antworten und das ist auch nicht der Sinn und Zweck dieses Vorgehens. Der Sinn besteht darin, dass sich die Personen mit ihren eigenen Meinungen auseinandersetzen und somit leichter falsche Meinungen revidieren bzw. durch genauere Informationen ergänzen können. So kann ein höherer Grad an Sachverständnis erreicht werden und die Zuhörenden sind zumeist aufmerksamer. Generell empfiehlt sich die Möglichkeit Fragen zu stellen, da Zuhörende, oftmals bei Unverständnis, weiter über diesen Punkt nachgrübel, statt dem Vortrag zu lauschen oder gar abschalten, wenn es keine spontane Möglichkeit zur Fragenklärung gibt. Eine Disziplinen übergreifende Forschungsfrage für zukünftige Untersuchungen wäre beispielsweise: „Wirkt sich die Berücksichtigung von Lernzieltaxonomien bei der Erstellung eines wissenschaftlichen Vortrags positiv auf die Bewertung des Vortrags durch die Zuhörenden aus?“


Literaturverzeichnis

Argyle (2013): M. Argyle, Körpersprache & Kommunikation. Nonverbaler Ausdruck und Soziale Interaktion (Paderborn 2013).

Aronson u.a. (2004): E. Aronson u. a., Sozialpsychologie (München 2004).

Beaufaÿs (2006): S. Beaufaÿs, Von der Berufung zum Beruf? Die Entzauberung der wissenschaftlichen Persönlichkeit, in: B. Liebig u. a. (Hrsg.), Mikrokosmos Wissenschaft. Transformationen und Perspektiven (Zürich 2006).

Dörpinghaus (2007): A. Dörpinghaus, Rhetorische Didaktik, in: B. Fuchs & C. Schönherr (Hrsg.), Urteilskraft und Pädagogik. Beiträge zu einer pädagogischen Handlungstheorie (Würzburg 2007).

Eno & Schnakenberg (1994): R. L. Eno & K. R. Schnakenberg, Cicero Latinizes Hellenic Ethos, in J. S. Baumlin & T. F. Baumlin (Eds.), Ethos. New Essays in Rhetorical and Critical Theory (Dallas 1994).

Fuchs (1985): D. Fuchs, Gibt es ein Ethos des Lehrers der sozialwissenschaftlichen Fächer? – Resümee des einleitenden Referates, Thesen zur Friedenserziehung und Elemente der Diskussion in der Arbeitsgruppe, in J. Dikow u.a. (Hrsg.), Münstersche Gespräche zu Themen der wissenschaftlichen Pädagogik. Vom Ethos des Lehrers Heft 2 (Münster 1985).

Groeben (2009): N. Groeben, Stilistik und Rhetorik in der Psychologie, in: U. Fix u.a. (Hrsg.), Rhetorik und Stilistik. Ein internationales Handbuch historischer und systematischer Forschung Bd. 2 (Berlin 2009).

Kramis (1990): J. Kramis, Bedeutsamkeit, Effizienz, Lernklima. Grundlegende Gütekriterien für Unterricht und Didaktische Prinzipien. Beiträge zur Lehrerbildung, 8(3) (1990).

Mayer (2007): H. Mayer, Rhetorische Kompetenz. Grandlagen und Anwendung (Paderborn 2007).

Mittelstraß (2006): J. Mittelstraß, Wissenschaft als Lebensform – eine Erinnerung und eine Einleitung, in B. Liebig u.a. (Hrsg.), Mikrokosmos Wissenschaft. Transformationen und Perspektiven (Zürich 2006).

Ottmers (1996): C. Ottmers, Rhetorik (Stuttgart 1996).

Schlieffen, Gräfin von (2009): K. Gräfin von Schlieffen, Rhetorik und Stilistik in der Rechtswissenschaft, in U. Fix u. a. (Hrsg.), Rhetorik und Stilistik. Ein internationales Handbuch historischer und systematischer Forschung Bd. 2 (Berlin 2009).

Spinner (1985): H. F. Spinner, Das „wissenschaftliche Ethos“ als Sonderethik des Wissens (1985 Tübingen).

Sommer (2006): T. Sommer, Regieren durch Diskutieren, in R. Soudry (Hrsg.), Rhetorik. Eine interdisziplinäre Einführung in die rhetorische Praxis (Heidelberg 2006).

Ueding (1996): G. Ueding, Klassische Rhetorik (München 1996).

Ueding (2000): G. Ueding, Moderne Rhetorik. Von der Aufklärung bis zur Gegenwart (München 2000).

 

 

Tabellenverzeichnis

Tab. 1:   Unterscheidung der Überzeugungsmittel anhand der Verbalisierungform (vgl. Schlieffen, Gräfin von, 2009, S. 1818)3

Tab. 2:   Auflistung der Faktoren für das antike Redeideal und für die Schlüsselqualifikationen. 4

Tab. 3:   Auflistung der Selbstdarstellungstechniken nach Mayer (2007) angelehnt an Mummendey (1981)6

Tab. 4:   Auflistung der stimmlichen Faktoren nach Mayer (2007)8

 

 

 

Anhang

Kategoriensystem

Kategorie Kriterien
Glaubwürdigkeit
  • Einsicht (Intelligenz)
  • Tugend
  • Wohlwollen
  • Gerechtigkeit
  • Tapferkeit
  • Mäßigkeit
  • Hochherzigkeit
  • Freigebigkeit
  • Sanftmut
  • Weisheit
  • Verhalten
  • Aussageinhalt
Antikes Redeideal und Schlüsselqualifikationen Soziale Kompetenzen

  • Kommunikation
  • Argumentation
  • Verhandlungstechnik
  • Körpersprache
  • Konfliktmanagement
  • Mediation
  • Teamwork

 

Psychologische Kompetenzen

  • Motivation
  • Konzentration
  • Entspannung
  • Denktechniken
  • Denkgewohnheiten
  • Lese- und Lerntechniken

 

Methodische Kompetenzen

  • Zeitmanagement
  • Kreativität
  • Problemlösung
  • Entscheidungsfindung
  • Arbeitstechnik
  • Projektmanagement
  • Präsentation
  • Moderation

 

Emotionale Intelligenz

Fähigkeit und Mut, selbst zu denken
  • Kritik ausüben können
  • Kritik annehmen können
Verantwortung
  • Verantwortung für den Inhalt der Rede übernehmen
Körpersprache
  • Körperhaltung
  • Gestik
  • Augenkontakt
Selbstdarstellungstechniken Persönliche Fassade

  • Amtsabzeichen und Rangmerkmale
  • Kleidung
  • Persönliche Merkmale wie Geschlecht, Alter, ethnische Herkunft, Größe
  • Physische Erscheinung
  • Haltung
  • Sprechweise
  • Gesichtsausdruck
  • Gestik

 

Selbstdarstellungstechniken:

  • Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit herausstellen
  • Eigenwerbung betreiben
  • Kompetenz und Expertentum signalisieren
  • Guten Willen beteuern, Verantwortlichkeit betonen
  • Hohe Ansprüche signalisieren
  • Selbstständigkeit, Selbstdenken betonen
  • Attraktivität herausstellen
  • Sympathie ausstrahlen, dem Publikum ähnlich erscheinen
  • Sich beliebt machen, sich einschmeicheln
  • Beispielhaft erscheinen
  • Offenheit hervorkehren, Selbstkritik demonstrieren
  • Sich über Kontakte aufwerten oder positiv abheben
  • Hohen Status und Prestige herauskehren
  • Hohes Selbstwertgefühl herausstellen, übertreiben
  • Sich rechtfertigen
  • Vorsorgliches Abschwächen
  • Widerrufen
  • Mitleiderregend oder hilfsbedürftig erscheinen
  • Sich als unvollkommen darstellen
  • Autoritätstechnik, Demonstration von Stärke oder Macht, Einschüchterung
  • Abwerten anderer
  • Charisma
Der erste Eindruck
  • Gesicht
  • Frisur
  • Kleidung
  • Körperhaltung
  • Körpergeruch
Raumverhalten
  • Wie viel Raum beansprucht die Person.

Raumfüllende Stimme -> Macht

Raumgreifende Körpersprache -> Macht

  • Mechanisches Vor- und Zurückfedern
  • Lichtverhältnisse
  • Akustik
  • Technische Ausstattung
  • Sitzordnung
  • Distanz zum Publikum
  • Innere Einstellung auf die Gegebenheiten
  • Raumbezogene paraverbale und nonverbale Kommunikation
Körperhaltung-Körperbewegung
Gestik
  • Nach oben gerichtete Handflächen -> positiv, Offenheit signalisieren
  • Nach unten gerichtete Handflächen -> negativ, abwehrend, Distanz schaffend
Mimik & Blickkontakt Emotionen:

  • Freude
  • Traurigkeit
  • Furcht
  • Wut
  • Ekel

 

Gesichtsausdruck:

  • Eingefroren
  • Übertrieben Gefühle zum Ausdruck bringen
  • Angemessen

 

Blickkontakt

Stimme
  • Lautstärke
  • Tonfall – Emotionen
  • Sprachmelodie
  • Punktesprechen
  • Betonung
  • Pausen
  • Artikulation
  • Hochlautung
  • Standardsprache
  • Dialekt
  • Ideolekt
  • Soziolekt
  • Es braucht eine gute Haltung für eine gute Stimme
  • Sprechtempo
  • Stimmqualität (krank)
  • Ähms
  • Stimmlage

 

 

 

[1] vgl. Ottmers, 1996, S. 118f

[2] vgl. Aristoteles, Rhetorik, 1356a, zit. n. Ueding, 1996, S. 35

[3] vgl. Aristoteles, Rhetorik, 1356a, zit. n. Ueding, 1996, S. 35

[4] Ueding, 2000, S. 50

[5] Eno & Schnakenberg, 1994,S. 192

[6] vgl. Ottmers, 1996, S. 118f

[7] vgl. Schlieffen, Gräfin von, 2009, S. 1818

[8] vgl. Mayer, 2007, S. 31

[9] Mayer, ebd.

[10] ebd.

[11] vgl. Aristoteles Rhetorik 1 2, 1356a (Rapp), zit. n. Mayer, 2007, S. 19

[12] vgl. Aristoteles II, 1,5(Sieveke), zit. n. Mayer, 2007, S.20

[13] vgl. Goleman u.a., 2002, zit. n. Mayer, 2007, S. 23

[14] Goleman u.a., 2002, zit. n. Mayer, 2007, S. 23

[15] vgl. Mayer, 2007, S. 25

[16] vgl. Mayer, 2007

[17] ebd.

[18] vgl. ebd., S. 27

[19] Mayer, ebd., S. 27

[20] vgl. ebd., S. 28

[21] vgl. ebd., S. 32f.

[22] vgl. ebd., S. 33

[23] Cicero De oratore III, S. 222, zit. n. Mayer, 2007, S. 33

[24] Cicero De oratore III, S. 216, zit. n. Mayer, 2007, S. 33

[25] vgl. Mayer, 2007, S. 33

[26] vgl. Aronson u.a., 2004, S.177

[27] Aronson u.a., 2004, S.177

[28] vgl. Schlenker, 1980, zit. n. Groeben, 2009, S. 1863; vgl. Mummendey, 2002, zit. n. Groeben, 2009, S. 1863

[29] Metts & Grohskopf, 2003, zit. n. Groeben, 2009, S. 1863

[30] Vgl. Goffman,1955, 1959, 1967, 1971, zit. n. Aronson u.a., 2004, S. 177

[31] Aronson u.a., 2004, S. 177

[32] vgl. Mayer, 2007, S. 36

[33] ebd., S. 36 – 45

[34] vgl. Mayer, 2007

[35] ebd., S. 45

[36] Mayer, ebd., S. 46

[37] vgl. Rhode & Meis, 2004, zit. n. Mayer, 2007, 48f.

[38] vgl. Mayer, 2007, S. 49

[39] ebd., S. 50

[40] Mayer, ebd., S. 50

[41] vgl. Ebd.

[42] Mayer, ebd., S. 53

[43] vgl. Cicero De oratore III, S. 220, zit. n. Mayer, 2007, S. 54

[44] vgl. Mayer, 2007, S. 54ff.

[45] Cicero De oratore III, S. 30, zit. n. Mayer, 2007, S. 56

[46] vgl. Mayer, 2007, S. 56f.

[47] vgl. Biehl u.a., 1997, zit. n. Aronson u.a., 2004, S. 105; Buck, 1984, zit. n. Aronson u.a., 2004, S. 105; Ekman, 1993, 1994, zit. n. Aronson u.a., 2004, S. 105; Ekman u.a., 1982, zit. n. Aronson u.a., 2004, S. 105; Ekman u.a., 1987, zit. n. Aronson u.a., 2004, S. 105; Haidt & Keltner, 1999, zit. n. Aronson u.a., 2004, S. 105; Izard, 1969, 1977, 1994, zit. n. Aronson u.a., 2004, S. 105

[48] vgl. Ekman & Friesen, 1971, zit. n. Aronson u.a., 2004, S. 105

[49] vgl. Keating u.a., 1981, zit. n. Argyle, 2013, S. 69ff.

[50] ebd.

[51] Mayer, 2007, S. 58

[52] vgl. ebd.

[53] Aristoteles Rhetorik III, 1,2, zit. n. Mayer, 2007, S. 60

[54] vgl. Mayer, 2007, S. 60

[55] vgl. Sommer, 2006, S. 135

[56] vgl. Auctor ad Herennium III, 11-14, zit. N. Mayer, 2007, S. 60f.

[57] vgl. Mayer, 2007

[58] ebd.

[59] Fichte, 1845-1846, VI: 323, zit. n. Mittelstraß, 2006, S. 18

[60] Fichte, 1845-1846, VI: 328, zit. n. Mittelstraß, 2006, S. 19

[61] vgl. Fichte, 1845-1846, VI: 330, zit. n. Mittelstraß, 2006, S. 19

[62] vgl. Spinner, 1985, S. 56

[63] ebd.

[64] vgl. Beaufaÿs, 2006, S. 75f

[65] Beaufaÿs, ebd.

[66] vgl. Engler, 2001, S. 453 zit. n. Beaufaÿs, 2006, S. 85

[67] vgl. Beaufaÿs & Krais, 2005, zit. n. Beaufaÿs, 2006, S. 85

[68] vgl. Bourdieu, 1998, S. 146, zit. n. Beaufaÿs, 2006, S. 91

[69] Bourdieu, 1998, S. 146, zit. n. Beaufaÿs, 2006, S. 91

[70] vgl. ebd., S. 92

[71] vgl. Fuchs, 1985, S. 80

[72] Fuchs, ebd.

[73] vgl. Dörpinghaus, 2007, S. 163

[74] Dörpinghaus, 2007, S. 163

[75] ebd., S. 163f

[76] ebd.

[77] vgl. Beaufaÿs, 2006

[78] vgl. Kramis, 1990