Archiv für den Monat: April 2019

2018 Satuer Visuelle Rhetorik – 03 (Schuhmacher)

Frank Schuhmacher

Ins rechte Bild rücken!

Der Mythos als bildgebendes Verfahren bei Benito Mussolini

I. Einleitung

In diesem Beitrag möchte ich ins ‚rechte Bild‘ vorrücken, d.h. die Bildwelt Benito Mussolinis analytisch erschließen, die er während der über zwanzig Jahre langen Herrschaft in Italien konstruierte. Meine These ist, dass Mussolini Mythen gezielt zum Einsatz brachte und sie für seine politischen Ziele verwandte. Mythen stellen also ein zentrales Mittel der Rhetorik Mussolinis dar, da sie sowohl eine argumentative wie auch emotional-affizierende Funktion erfüllen. Zuerst soll ein sich aus dem Stand der Forschung ergebender Problemaufriss geschildert, dann die hier in Frage kommenden Begriffe und ihre historische Genese geklärt werden. An einer Rede Mussolinis mag dann die These veranschaulicht und überprüft werden.

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2018 Satuer Visuelle Rhetorik – 02 (Juel)

Henrik Juel

The Rhetorical Power of the Camera

A study in the appeals of camera moves, cuts, and point-of-view in TV and video presenting political speeches and debates

Abstract: The aim of this paper is to contribute to a critical phenomenological and rhetorical discussion of how politicians appear to the general public in today’s visual digital media. Special attention is drawn to the often unnoticed, but appealing and persuasive potential of various forms of camera techniques such as zoom in/zoom out, point-of-view, and reaction-shots.

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2018 Satuer Visuelle Rhetorik – 01 (Knape)

Joachim Knape

Gibt es eine phänomenologische Bildtheorie?

Es gibt Sprachen wie das Englische, das etwa mit picture und image immerhin zwei differenzierende Begriffe für jenes Phänomen hat, welches wir im Deutschen allein mit dem Wort ‛Bild’ benennen können. Doch die Welt der Visualität ist ungeheuer vielfältig, und darum kann ‛Bild’ bei uns umgangssprachlich ziemlich viel bedeuten, z.B. auch innermentale Phantasien, die wir dann innere Bilder nennen. Davon soll mein Vortrag nicht handeln, sondern nur von einem ganz spezifischen visuellen Phänomen. Es geht um etwas Visuelles, das als ‛still’ eine Tragfläche in Form von zweidimensionalen flächigen Objekten braucht, die wir Medien nennen und die sich empirisch außerhalb von menschlichen Körpern nachweisen lassen (‛still pictures’).

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