Archiv für den Tag: 4. Juli 2019

2018 Satuer Visuelle Rhetorik – 05 (Polz)

Sylvie Polz

„Ich seh viel mehr,
mach’ ich die Augen zu“

Über die Wirksamkeit innerer Bilder bei der Rede

Dieser Satz aus einem Sonett von Shakespeare gibt einen ersten Hinweis auf den möglichen Reichtum, den Zugewinn, der sich einstellt, wenn unser Sehsystem für eine kurze Zeitspanne keine Reize mehr von außen erhält. [1] Durch und durch Augentiere leben wir in einer Welt, die sehr auf das Sehen ausgerichtet ist. Die alltägliche mediale Bilderflut macht dies nicht besser und lässt uns den Sinn für eigene Imaginationen verlieren. Fällt die Kontrolle durch die Augen einmal weg, weitet sich der „Blick ins Innere“. Die Introspektion erlaubt den Zugang zu eigenen Bewusstseins- und Erlebniswelten. Körpervorgänge wie zum Beispiel die Atmung und der propriozeptive Sinn können bewusster und intensiver wahrgenommen werden.

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