Kategorie-Archiv: 2004/02

Die eristische Enzyklopädie

Abstract: Um Desinformation, Propaganda, Lügen in Politik und Wirtschaft zu erkennen, zu analysieren, zu begegnen, braucht eine kritische Öffentlichkeit entsprechende Hilfsmittel. Die „Eristische Enzyklopädie“, ein Produkt der „Salzburger Rhetorik“, wird als eine Art Internet-Lexikon die häufig vorkommenden Mittel im Krieg der Worte auflisten. Das neue Projekt, mit ca. 150 Artikeln ab September im Netz, wird erstmals vorgestellt.

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Geschichte und Öffentlichkeit

Abstract: Der Text untersucht das häufig schwierige Unterfangen der Geschichtswissenschaft, ihre Ergebnisse an die Frau und an den Mann zu bringen. Obwohl die Expertenmeinung der Historikerinnen und Historiker durchaus gefragt scheint, gelingt es den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen häufig nicht, ihre Deutungskompetenz auch für gegenwärtige Probleme adäquat zu präsentieren. Wie die Geschichtswissenschaft ihren Stellenwert in der Öffentlichkeit deutlich machen kann, auch darüber macht sich Sigrid Vandersitt in diesem Text Gedanken.

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Universitäres Rhetorik-Training: Grundsätze, Ziele und Methoden

Abstract: Rhetorik ist eine Kompetenz, die in der universitären Ausbildung eine immer größere Rolle spielt. Im Beitrag wird das einsemestrige praktische Anfängertraining in öffentlicher Rede (Public-Speaking-Kurs) vorgestellt, das im Rahmen des Rhetorik-Ausbildungsprogramms der Universität Salzburg durchgeführt wird. Durch diesen Kurs sollen die Stu-dierenden dazu befähigt werden, eine öffentliche Informations- oder Überzeugungsrede im einfachen Stil genus honestum) halten zu können, was bedeutet, dass sie die grundlegen-den Techniken innerhalb der verbalen, paraverbalen und nonverbalen Komponente einer Rede beherrschen sollen. Der Kurs besteht aus vier aufeinander aufbauenden Stufen: (1) Training der verbalen Komponente, (2) Training der paraverbalen und der nonverbalen Komponente, (3) Training temperamentvollen Redens, (4) Förderung von Authentizität und Natürlichkeit. Für alle Stufen wurde eine geeignete Methodik entwickelt, die im Bei-trag beschrieben wird.

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Willkommen im freien Markt!

Abstract: Damit politische Kommunikation erfolgreich ist, müssen Form und Inhalt übereinstimmen. Das erklärt den Stellenwert von Meinungsforschern, Werbetextern, PR-Fachleuten und TV-Coachs in der modernen politischen Auseinandersetzung. Dass auch die klassische Rhetorik hier von Bedeutung ist, das unterstreicht Martin Apeltauer in diesem Text. Als Landesgeschäftsführer der Salzburger SPÖ trug er entscheidend zum Wahlerfolg seiner Partei bei den Landtagswahlen 2004 bei. 

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Marcus Fabius Quintilianus und die Praxis der politischen Rhetorik heute

Abstract: Ist Politikverdrossenheit oder Politikerverdrossenheit nicht auf den Mangel eines klassischen, gleichsam quintilianischen Rhetorikverständnisses zurückzuführen? Können wir nicht gerade damit einen Bogen von Rhetorik zu Pädagogik und Ausbildung in Schule und Hochschule schlagen? Braucht es nicht des mündigen Bürgers – und verhilft Rhetorik nicht gerade auch dazu?

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Topik des Antisemitismus am Beispiel der Neuhofer Rede Martin Hohmanns

Abstract: In antisemitischen Texten nach 1945 fehlen die klassischen Stereotypen oder Parolen meist. In Argumentationsmustern, die über einzelne Topoi hinausgehen, spielt Antisemitismus jedoch auch in der heutigen politischen Auseinandersetzung noch eine große Rolle. Am Beispiel der Aufsehen erregenden Rede des CDU-Abgeordneten Martin Hohmann zeigt Andrea Geier, wie mit neuen Methoden das alte Vorurteil des Antisemitismus im politischen Diskurs weiter mißbraucht wird. 

 

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Rhetorik in der Chefetage

Abstract: Mit dem Hauptaugenmerk auf die Rede als wichtigstes sprachliches Führungsinstrument werden Chancen und Realitäten strategischer Kommunikation in den Chefetagen der Wirtschaft untersucht. Deren Zustand ist recht bedenklich. Die üblichen Laienschreiber oder Rederatgeber erbringen nur die sattsam bekannten, demotivierenden Reden. Darum sollte ein ausgebildeter Redenschreiber zugleich der Redelehrer und Regisseur seines Redners sein und auch danach Manöverkritik üben. Das erbringt wirksame strategische Kommunikation – und kommt im Endeffekt sogar noch kostengünstiger.

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