Kategorie-Archiv: 2005/01

Sic et Non – Zynismus oder eine didaktisch verwertbare Methode?

Abstract: Ausgehend von einem der wichtigsten Werke europäischer Geistesgeschichte, Petrus Abaelards „Sic et non“, behandelt der Beitrag folgende Themen:
  1. Abaelards Prinzip und seine antiken Wurzeln
  2. die Methode der „dissoì Lógoi“, der gegensätzlichen Aussagen
  3. die Anwendbarkeit dieses Prinzips im heutigen Rhetorik-Unterricht, also der Lehre vom Verfertigen von Texten sowie
  4. die Darstellung an einem praktischen Beispiel aus der germanistischen Mediävistik.

 

 

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Schule braucht Rhetorik

Abstract: Rhetorik ist für die Schule auf zwei Ebenen bedeutsam: als Fähigkeit der Unterrichtenden, wirkungsvoll zu kommunizieren, und als Lerngegenstand, der Schülerinnen und Schüler fähig macht, ihrerseits wirkungsvoll zu kommunizieren.

 

Das Kerngeschäft der Schule, der Unterricht, besteht in der absichtsvoll inszenierten Kommunikation von Lehrenden und Lernenden. Die Rhetorik setzt da an, wo die beiden Kommunikationsrollen sich ihr Kommunikationsverhalten als Sprach-, Sprech- und Körperverhalten bewusst machen und zum Beispiel Differenzen der Textgestalt als unterschiedliche Qualität wahrnehmen und anerkennen

 

Weil die typischen schulischen Prozesse nur als kommunikatives Handeln existieren, müssen sich Lehrende und Lernende frei machen von der naiven Vorstellung, der Bezug zwischen Sprecher und Adressaten sei durch die Unterrichtsfächer ausreichend festgelegt. Wenn diese Fächer aber keine vorgegebenen kommunikativen Qualitäten darstellen, braucht die Schule Lehrerinnen und Lehrer, die ausgebildet sind in wirkungsbewusster, rhetorischer Kommunikation.

 

Solche Lehrerinnen und Lehrer sind auch in der Lage, bei ihren Schülern das Bewusstsein rhetorischer Differenz zu erzeugen und zu schulen. Die erwünschte Rhetorisierung des Unterrichts wird ganz von selbst angenehm in alle schulischen Kommunikationsprozesse hineinwirken.

 

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Interne Kommunikation bei Veränderungsprozessen in Unternehmungen

Abstract: Das Umfeld der Unternehmungen sowie ihre Produktpalette werden immer komplexer und diversifizierter. Dass dies mehr Komplexität in den Unternehmungen selber – auf der Ebenen der Arbeitsstrukturen, -prozesse und -systeme – nach sich zieht, liegt auf der Hand. Im Zeitalter der Globalisierung und unberechenbarer Märkte scheint nur eines konstant zu sein: der Wandel. Im Beitrag werden fünf Thesen zu den Aufgaben und Leistungen interner Kommunikation in Unternehmungen formuliert. Im Anschluss führen die Autorin und der Autor an zwei konkreten Projekten aus dem BMW Werk Regensburg vor Augen, wie interne Kommunikation den Wandel, die Veränderung begleiten kann – und zeigen zugleich auch die Möglichkeiten und Grenzen interner Kommunikation auf.

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Das epideiktische Prinzip oder: Das Gesetz der Sonntagsrede gilt auch im Alltag

Abstract: „Im heutigen Berufsleben spielt die Festrede nur eine geringe Rolle“, meinte Günther Kreuzbauer in seinem Artkel in RhetOn 02/2004. Der vorliegende Beitrag behauptet das Gegenteil. Heike Mayer führt Argumente und Gründe an, warum sowohl eine theoretische Auseinandersetzung mit der Epideiktik wie auch die Einübung in die Praxis der Festrede in modernen Rhetorik-Kursen sinnvoll und notwendig, ja unverzichtbar erscheint.

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