Kategorie-Archiv: Rhetorikgespräche 2016

Rhetorik der Inszenierung, Salzburg 27.–28. Mai 2016

Satür 2016 Rhetorik der Inszenierung in Salzburg

Thomas Schirren

Sa|tü|r 2016: Rhetorik der Inszenierung. 27.–28.5.2016

Einige bebilderte Marginalien

Das Tübinger Rhetorikforum hat eine positive Bilanz gezogen und schreibt im Newsletter #03-2016:

Die Salzburg-Tübinger-Rhetorikgespräche in Salzburg zum Thema Rhetorik der Inszenierung waren sehr anregend. Vor allem das neue Konzept, das Prof. Dr. Schirren und PD Dr. Koch in diesem Jahr präsentiert haben, hat überzeugt: Die wissenschaftlichen Vorträge wurden von Lecture Performances gerahmt und von Workshops begleitet. Herzlichen Dank!

Diese wohlwollenden Worte wärmen natürlich das Herz und wir freuen uns, dass unser Konzept aufgegangen ist. Salzburg & Tübingen sind ja die weithin einzigen Universitäten, in denen die Rhetorik gepflegt wird … da kann es natürlich keine Konkurrenz geben,aber geschwisterlicher Wettbewerb stachelt natürlich an. Daher besonderer Dank!

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2016 Rhetorik der Inszenierung

SaTüR 2016 in Salzburg

Am Freitag, 27. und Samstag, 28. Mai 2016 werden die diesjährigen Salzburg-Tübinger-Rhetorikgespräche (SaTüR) in Salzburg zum Thema

Rhetorik der Inszenierung

 

veranstaltet. Wir laden dazu alle Interessierten ein, sich mit Beiträgen zu bewerben. Geplant sind folgende thematischen Bereiche:

  • Inszenierte Rhetorik: Die Rhetorik als Gegenstand der Inszenierung
  • Inszenierende Rhetorik: Die Rhetorik als Mittel und Prozess in Inszenierung aller Art
  • Rhetorische Momente in der Inszenierung: Theater, Oper, Film, Tanz
  • Szene (im weitesten Sinne) als Ort rhetorischer Strategien
  • Rhetorische Performanz als Vollzug von Szene

Die Vortragsdauer soll maximal 25 min. betragen.

Sehr willkommen sind auch experimentelle Vortragsformen: So könnten sich mehrere Vortragende zu einem Workshop zusammenschließen, oder es könnten stärker interaktive Formate gewählt werden. Hier wären bis zu 90 Minuten möglich.

Veranstaltungsort der SaTüR 2016 wird die Alte Residenz am Residenzplatz 1, A-5020 Salzburg sein.

Bitte senden Sie uns bis zum 31.3.2016 Ihren Titelvorschlag mit kurzem Inhalt (150 Wörter) sowie Ihren Kontaktdaten an rhetorik@sbg.ac.at. Wir freuen uns auf Ihre Ideen und Ihr Kommen.

Nadia Koch & Thomas Schirren

Titel und Abstracts der Sa|tü|r 2016

Satür 2016 – Abstracts der Vorträge

(in alphabetischer Reihenfolge der Vortragenden)

Sine Carlsen, Roskilde

Showtime! Inszenierung als Höhepunkt des Rhetorikunterrichts

Der Saal ist vollgestopft, einige Studenten sitzen auch auf der Treppe. Ganz vorne sind etwa 15 Rhetorikstudenten, die bald auf der Bühne stehen werden, um Reden oder Erzählungen vorzutragen.

Die Kommunikationsstudenten der Roskilde Universität fangen mit zwei intensiven Workshops an. Jeden Tag für drei Wochen lang arbeiten sie in Gruppen von etwa 15 Teilnehmern, um unterschiedliche Produkte zu entwickeln. Zum Beispiel Plakate, Videofilme, Podcasts, Dialogspiele oder Brettspiele mit pädagogischen Absichten… In den Rhetorikworkshops wird Rhetorik in Theorie und Praxis erarbeitet, werden Reden entwickelt, geübt und gehalten. Oft entsteht in diesen Workshops eine ganz außergewöhnliche Lerngemeinschaft. Es steht ja etwas auf dem Spiel: Showtime! Weiterlesen

Vortragende der [sa|tü|r] 2016

  1. Sine Carlsen, Roskilde: Kairos in Chaos – Free Public Speaking on Speakers Corner
  2. Gabriele Danninger, Salzburg: Lehrerinnen und Lehrer sprechen und wirken. Systemische Rhetorik als Inszenierung von Unterricht
  3. Frank Dürr, Tübingen: Wie überzeugt eine Ausstellung? Der ‚Gedankenscherz‘ Leibniz‘ und die Rhetorik der Inszenierung
  4. Arno Dusini, Wien: Schiller inszeniert Rhetorik. Zum Streitgespräch in ‚Maria Stuart‘
  5. Renske Ebbers, Hamburg: Let me tell you one thing about love (Lecture Performance); Workshop (mit Anne Pretzsch): Wie generiere ich Text durch Körper?
  6. Pia Engel, Tübingen: Inszenierung als rhetorische Strategie im Dokumentarfilm. Von distanzierter Betrachtung zur Realitätsillusion
  7. Tomma Galonska, München: Rhetorik im Widerstand. Oder: Freimütiges Nachdenken über das Inszenieren von Sprache in Kriegsstücken (Lecture Performance).
  8. Ruth Gutmann-Beisteiner, Spannend wie ein Film – Die Inszenierung einer Rede im Wirtschaftsleben
  9. Nicole Haitzinger, Salzburg: Der rhetorische Körper: Zur Inszenierung von tragischen Figuren in den szenischen Künsten des 18. Jhs.
  10. Herbert Kapplmüller, München/Berlin: Exaltationen
  11. Walther Kindt, Bielefeld: Der maieutische Dialog als rhetorische Inszenierung
  12. Joachim Knape, Tübingen: Inszenierung als theoretisches Problem
  13. Olaf Kramer, Tübingen: TED-Talk, Slam und Science Notes – Techniken zur Inszenierung öffentlicher Rede im Wandel
  14. Gero Nievelstein/Frances Pappas, Salzburg: Musiktheater als soziales Werkzeug. Die Community-Oper ‚Noahs Flut‘ in Salzburg
  15. Sylvie Polz/Tomma Galonska, München: Zur Rhetorik der handelnden Sprache (Workshop)
  16. Anne Pretzsch, Hamburg: How to talk with bodies (Lecture Performance); Workshop (mit Renske Ebbers, s. o.)
  17. Bernd Rex, Stuttgart: Erzählen statt aufzählen… Storytelling als Quelle für mitreißende Reden?
  18. Juliane Rink: Die Welt gestalten – Brecht als Rhetoriker
  19. Lisa Stumpfögger, München/Berlin: Inwendig-Auswendig. Zwischen Schein und Sein – Geste und Gestus auf der Bühne des musikalischen Dramas
  20. Gabriela Wacker, Tübingen: Inszenierte Rhetorik zwischen Pathos und Gelassenheit am Beispiel von Schillers Dramenfiguren