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Metapher

(griech. meta = anderswohin, pherein = tragen; lat. metaphora, translatio; dt. Übertragung)

Grob gesehen zieht man bei der Metapher ein Wort heran, das logisch gesehen im Satz keinen Sinn ergibt, aber den Inhalt der Aussage verdeutlicht. Die Metapher hat den Zweck, mit wenigen Mitteln etwas zu erklären und zu veranschaulichen. In Metzlers Literaturlexikon gibt es eine treffende Definition: „Das eigentlich gemeinte Wort wird erst  durch ein anderes, das eine sachliche oder gedankliche Ähnlichkeit oder dieselbe Bildstruktur aufweist,  klar“ (Metzler S.494). Darüber hinaus ist der Metapher ein großes kreatives Potenzial zuzuschreiben. Durch die Projektion einer Bedeutung auf eine andere schafft sie nämlich etwas Neues, und wirkt deshalb so faszinierend. Ein Beispiel aus der deutschen Literatur:
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Metapher

Metaphern, oder sprachliche Bilder, sind die Gewürze in der Küche des Rhetorikers. Mit dieser Metapher aus dem in RhetOn 1/2006 rezensierten Buch „Rede-Diät“ von Lackner & Triebe ist schon viel über Metaphern gesagt. Indem lebhafte Assoziationen wach gerufen werden, wird Interesse geweckt und das Gesagte prägt sich gut beim Publikum ein. Die rechte Hirnhälfte wird aktiviert. Im günstigen Fall – so das aptum von der Rednerin oder vom Texter richtig gewählt worden ist – knüpft ein sprachliches Bild an die Erlebniswelt des Publikums an und schafft sogar so etwas wie eine Identifikationsmöglichkeit. Wie in der Küche auch besteht jedoch das Risiko, am Geschmack des Zielpublikums vorbei zu schreiben. Dann ist nicht nur die Wirkung verschenkt, sondern es kann sogar zu Langeweile, Ablehnung oder unfreiwilliger Komik kommen.

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